Industrieschnee – vom Menschen verursachte Beeinflussung des Wetters

Die letzten Tage war immer wieder die Rede von „Industrieschnee“ In der Tat gab es an einigen Stellen leichten Schneefall, obwohl auf dem Wetterradar nichts zu sehen war.

Was hat es denn nun auf sich mit dem Industrieschnee ?

Eine wichtige Bedingung für die Entstehung von Industrieschnee ist das Vorliegen von besonderen Wetterbedingungen, wie Nebel oder hochnebelartige Bewölkung, eine ausgeprägte Temperatur-Umkehrschicht  in Bodennähe, geringe Luftbewegung und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.

Diese Wetterlagen sind lokal bedingt und können in der Mitteleuropäischen Klimazone  von November bis Februar auftreten.

Der Schnee ist feinkörniger als normaler Schnee, da er aus deutlich geringeren Höhen als dieser stammt (100 bis 200 m) und die Eiskristalle daher nicht genügend Zeit haben, sich voll auszubilden, Und was auch wichtig zu erwähnen wäre, Industrieschnee tritt immer lokal eng begrenzt auf.

Ist dieser Industrieschnee denn giftig ?

Jaein

Dazu noch ein kleiner Artikel aus der Augsburger Allgemeinen Zeitung

Wetterexperte Hager gibt Entwarnung: „Letztlich handelt es sich ja nur um ganz feine Asche.“ Wenn nun also ein Kind auf die Idee kommen sollte, den vermeintlichen Schnee zu essen, ist das seiner Einschätzung nach unbedenklich. „Für Asthmatiker und Allergiker kann Feinstaub in der Luft problematisch sein“, sagt Hager. Daher könne es für betroffene Personen sogar besser sein, wenn der Feinstaub aus der Luft gefiltert werde. „Industrieschnee kann aber für Autofahrer und Fußgänger zur Gefahr werden“, warnt Hager, „denn wenn er auf unterkühlten Boden fällt, kann er extrem rutschig werden.“…   Quelle  Augsburger Allgemeine vom 7.Dezember 2016

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Seit 2013 bin ich verantwortlicher Gesellschafter bei unwetteralarm.com Wetter und Unwetter ist eine Leidenschaft von mir. Geboren 1970 im hessischen Bad Vilbel.