Achtung ! Am Samstag droht örtlich Glatteisregen

Aktualisiert am : von Wetterstatus

Am Samstag droht örtlich Glatteisregen. Ein Regengebiet nähert sich von Frankreich, dabei kann es auf dem noch gefrorenen Boden zu lokaler Eisglätte kommen.

Nach dem kleinen Kaltlufteinbruch mit gebietsweisem Frost und Schnee vor allem in einigen Mittelgebirgen beruhigt sich das Wetter in Deutschland vorübergehend. Allerdings ist es in den Nächten teils frostig, Straßen und Wegen können nachts und morgens streckenweise glatt sein. Zum Samstag erreicht uns von Frankreich her ein Regengebiet. Wo die Böden dann noch gefroren sind, besteht die Gefahr von Glatteis durch gefrierenden Regen. Dies gilt vor allem für einige Mittelgebirgsregionen.

Auf dem aktuellem Modelllauf des Signifikanten Wetters, kann man an der Roten Farbe erkennen, wo es zu einem möglichen Glätte-Ereignis in Form von Glatteis kommen könnte. Vor allem in den höheren Lagen ist die Gefahr am größten.Die Vorhersagekarte aus dem ICON-Modell zeigt das Regengebiet bereits mitten über Deutschland. Es kommt langsam nach Nordosten voran. Besonders in den Mittelgebirgsregionen von Hessen, Niedersachsen, Thüringen und Sachsen kann der Boden zum Teil noch gefroren sein.

Zum Thema Glätte hier eine Ausführliche Erklärung von Kollege Thomas Sävert 

Schneeglätte ist meistens nicht ganz so problematisch beim Autofahren, zumal man die Gefahr sehen kann. Reifglätte tritt besonders auf Brücken und in Waldgebieten sowie in Gewässernähe auf und kann sehr tückisch sein. Wenn nach Regen oder Schneefall (bei klarem Himmel oder zumindest vorhandenen Auflockerungen) Nässe auf den Straßen gefriert, kann es flächendeckend sehr glatt werden. In den Medien wird das oft fälschlicherweise auch als „Überfrierende Nässe“ bezeichnet. Dieser Begriff hat sich seit Jahren in der Umgangssprache eingebürgert. Am gefährlichsten ist wohl der gefürchtete „Glatteisregen“ oder gefrierende Regen, wenn unterkühlte oder bereits gefrorene Regentropfen auf den frostigen Boden treffen und sich hier eine glatte Eisschicht bildet. Was auch noch sehr gefährlich ist, sind einzelne Graupel- oder Hagelschauer sogar bei Temperaturen weit über dem Gefrierpunkt. Die kurzzeitig liegenbleibenden Körner können auf den Straßen festgefahren werden und so ebenfalls extreme und vor allem sehr plötzliche Glätte auslösen. Selbst mitten im Sommer sind so in starken Gewittern lokal eng begrenzt chaotische Zustände möglich.

Das seit mehreren Jahren in einigen Medien oft zitierte „Blitzeis“ gibt es dagegen nicht, dabei handelt es sich nicht um eine Glätteart oder sogar einen wissenschaftlichen Ausdruck. Von der Verwendung sollte man unbedingt absehen. Auch wird der Begriff „Glatteis“ schon mal wahllos für alle Glättearten verwendet.

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Über Angelo D Alterio 3782 Artikel
Seit 2013 bin ich verantwortlicher Gesellschafter bei der Unwetteralarm Schweiz GmbH. Meine Leidenschaft ist die Meteorologie. Meine Spezialgebiete sind neben Unwetterwarnungen, auch Marketing, Medienmeteorologie und Produktmanagement . Geboren in den 1970er Jahren im hessischen Bad Vilbel