Auf den Alpengipfeln Föhnsturm. Im Südwesten Dauerregen.

Das Tief Elisabeth hat sich in zwei teile geteilt. Ein Teil zieht bis heute Mittag nach Polen und bringt dem Süden Deutschlands einiges an Regen. Der andere Teil zieht zu den Kanaren und bringt dort heftige Schauer, Gewitter und stellenweise auch Sturmböen.  Ab Mittwoch gelangen wir für den Rest der Woche im Süden unter Hochdruckeinfluss und es wird hier trocken und sonniger. Im Norden allerdings bleibt feuchte Atlantikluft wetterbestimmend und somit wird es hier weiter meist stark bewölkt und teilweise auch nass bleiben.Im Bereich der Kaltfront kommt es zu länger anhaltenden Regenfällen. Vor allem im Stau des Schwarzwaldes sind bis heute Mittag Regenmengen zwischen 25 und 40 Liter pro Quadratmeter möglich. Auch einzelne Gewitter sind möglich, dann können Windböen bis 60 km/h und Starkregen um 15 l/qm in einer Stunde auftreten. Im Tagesverlauf verlagern sich die Regenfälle zu den Alpen, dann werden aber keine Warnschwellen mehr überschritten. In den Alpen hält der Föhn zunächst an. In Hochlagen treten dabei Sturmböen , vereinzelt auch schwere Sturmböen  oder orkanartige Böen, in einigen Föhntälern Windböen aus Süd bis Südwest auf. Im Laufe der Vormittages wird der Wind allmählich schwächer, am Nachmittag bricht der Föhn dann zusammen. In der kommenden Nacht regnet es noch von Niederbayern bis zum Alpenrand andauernd, meist aber nur noch leicht. Auch vom Thüringer Wald bis nach Sachsen hängen noch dichte Wolken mit etwas Nieselregen. Sonst ist es weitgehend trocken, stellenweise bildet sich aber dichter Nebel oder Hochnebel. Die größten Auflockerungen gibt es im Norden, hier klart es stellenweise auch mal richtig gut auf. Die Luft kühlt sich im Süden auf 10 bis 6 Grad ab, im Norden auf 6 bis 2 Grad, wo es lange klar ist kann es bis auf 0 Grad runter gehen mit leichtem Bodenfrost.Am Mittwoch am Alpenrand und im Osten noch viele Wolken mit teils leichtem Regen. Sonst wird es freundlicher sein, stellenweise gibt es aber Nebel oder Hochnebel, doch nieselt es nur vereinzelt etwas, vornehmlich nachmittags von NRW bis nach Thüringen. Am meisten Sonne gibt es zum Oberrhein und zur Saar hin. Die Höchstwerte liegen bei 10 bis 14 Grad, am Oberrhein bei bis zu 16 Grad.

Aktuell aktive Wettergefahren (Stand 7:011)

WIND/STURM: Auf höheren Alpengipfeln Föhn mit Sturmböen oder schweren Sturmböen, in exponierten Lagen orkanartige Böen, in Föhntälern Windböen aus Süd bis Südwest. Im Schwarzwald Dauerregen von 25 bis 40 mm Regen in 12 Stunden.

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Veröffentlicht am 25.10.2016 07:16 von Angelo D Alterio

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Seit 2013 bin ich verantwortlicher Gesellschafter bei der Unwetteralarm Schweiz GmbH. Meine Leidenschaft ist die Meteorologie. Meine Spezialgebiete sind neben Unwetterwarnungen, auch Marketing, Medienmeteorologie und Produktmanagement . Geboren in den 1970er Jahren im hessischen Bad Vilbel