Beendigung der Unwetterwarnung Alpenraum ! Nordosthälfte windig ! Brocken orkanartige Böen !

Wetterwarnung Stufe “ ORANGE “ : An den Alpen weiterhin Gefahr durch die vorhandenen Schneemassen ! In den Alpen hohe bis sehr hohe Lawinengefahr !

Unwetterwarnung Stufe “ ROT “ : Auf dem Brocken Gefahr orkanartiger Böen der Stärke 11 Beaufort !

Wetterwarnung Stufe “ ORANGE “ : Im Erzgebirge sowie an den Küsten Gefahr von Sturmböen !

Wetterhinweis : Es können verbreitet Windböen der Stärke 7 vereinzelnt 8 auftreten !

 

Wetterlage :

Auch heute liegt Deutschland in einer kräftigen Nordwestströmung zwischen einem Hoch über Frankreich und einem Tief über Nordwestrussland. Dieses zeigt sich auch anhand der Höhenströmung durch den Verlauf des Jetstreams.

Durch eine Warmfront kommt mildere Meeresluft nach Deutschland und lässt die Schneefallgrenze ansteigen. Aufgrund eines erhöhten Druckunterschiedes kommt es nach Osten und Nordosten hin zu starken bis lokal stürmischen Böen, in den Mittelgebirgen Erzgebirge und Harz auch Sturmböen bis schwere Sturmböen, Brocken orkanartige Böen. Zudem ziehen noch einige Schauer durch. Im Westen und Südwesten sowie an den Alpen kommt es zur Wetterberuhigung durch zunehmenden Hochdruckeinfluss. Dadurch lassen auch die Niederschläge und auch das Schauerrisiko deutlich nach. Vom Höhentief über Weissrussland reicht eine Trogachse bis nach Griechenland.

Diese Trogachse sorgt durch zusätzliche Vorticityadvektion, für günstige Bedingungen des Tiefs über der Türkei. Ein weiteres Frontensystem das Bodentiefs miteinander verbindet zieht sich von der Krim bis nach Nordwestrussland. Anhand des Strömungsmuster im Jetstreamniveau kann man deutlich den Einfluss eines ausgedehnten Höhenrückens erkennen der die bodenahen Hochdruckgebiete über Westeuropa und dem Ostatlantik stützt.

Bis Mittwoch verlagert sich das Hoch über Frankreich zum Mittelmeer während sich über Nordwesteuropa und den britischen Inseln sowie Skandinavien ein neues Tiefdrucksystem aufbaut. Dessen Fronten und Wolkenpakete beeinflusst weiter auch Deutschland mit eher milderer Luft.

Im Norden bleibt der Wind weiterhin ein Thema. Der eigentliche Höhenrücken verlagert sich genau über das europäische Festland und vor allem die Südhälfte Deutschland verbleibt unter Hochdruckeinfluss. Das Bodenhoch im Mittelmeerraum wird dabei vom Höhenrücken gestützt. Schaut man sich den Frontverlauf an, sieht man das Deutschland im Warmsektor des Tiefs liegt was dementsprechend Einfluss auf die Schneefallgrenze hat. Durch das Hoch kommt der Schneefall im Alpenraum fast gänzlich zum erliegen und eine Unwetterlage besteht nicht mehr.

Am Donnerstag liegt Deutschland komplett unter dem Einfluss eines kräftigen Tiefs mit Kern über Südskandinavien und einem Ableger über dem westlichen Mittelmeerraum. Dabei bleibt mildere Luft wetterbestimmend. Vor allem im Norden und den Mittelgebirgen scheint der Wind ein Thema zu bleiben.

Der Freitag wird dann für die Südalpen interessant denn ein Tief verstärkt sich über der Bucht vor Genua und könnte Stauniederschläge in den Südalpen auslösen. Über Deutschland setzt aufgrund eines Hochs über Nordwestdeutschland Kaltluftadvektion aus Norden ein. Und diese Kaltluft könnte sich zum Wochenende noch verstärken da das Hoch weiter nach Osteuropa wandert und bei uns mittels einer Ostströmung kontinentale Kaltluft zu uns führen könnte. Dabei wäre auch tagsüber Dauerfrost wahrscheinlich.

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Über Udo Karow 1603 Artikel
Meine Spezialgebiete: Synoptik,Radarmeteorologie,Satellitenmeteorologie, Karten lesen und analysieren, Radiosondenaufstiege auswerten