Dauerregen, viel Wind und teils kräftige Gewitter! Tief Xaver sorgt für ungemütlichen Mittwoch 12. 07. 2017

Aktualisiert am : by Marie Vosmik

Vorwarnung vor Starkregenschauer / Gewitter der Stufe “ ROT “ wegen der Möglichkeit schwerer Gewitter, mit schweren Sturmböen, lokal orkanartige Böen nicht ausgeschlossen, erhöhtes Risiko für einen Tornado !

Vorwarnung Starkregenschauer / Gewitter der Stufe “ ORANGE “ wegen der Möglichkeit markanter Gewitter mit Starkregen und Sturmböen !

Vorwarnung Sturm / Orkan der Stufe “ ROT “ wegen möglicher schwerer Sturmböen in den Hochlagen. In exponierten Gipfellagen auch orkanartige Böen möglich !

Vorwarnung Sturm / Orkan Stufe “ ORANGE “ wegen möglicher Sturmböen in Lagen ab 300 Meter !

Vorwarnung Starkregen / Dauerregen Stufe “ ORANGE “ wegen möglichem schauerartigen Dauerregen mit Mengen von 25 bis 60 mm innerhalb 12 bis 24 Stunden ( lokale Überflutungsgefahr )

Ausgegeben am 11.07.2017 um 22:30 Uhr, gültig vom 12.07.2017 um 02:00 Uhr bis zum 13.07.2017 um 10:00 Uhr, von Udo Karow- Vorhersageredaktion.

 

Die Wetterlage :

Am Mittwoch zieht ein kleines Tief, mit dem Namen Xaver, über Deutschland nordostwärts. Es bringt im Norden und der Mitte kräftige Regenfälle, teils schauerartig verstärkt und mit eingelagerten Gewittern. Dabei entsteht ein grösserer Druckunterschied, was sich im Wind bemerkbar machen wird. Hinter dem Tief folgt die Achse eines Höhentroges. Durch die Trogvorderseite wird über Deutschland deutliche Hebung ausgelöst und in instabiler, feuchtwarmer Luft können sich über der Südhälfte Schauer und Gewitter bilden. Durch die Schauer und Gewitter können starke Höhenwinde herabgemischt werden, was dementsprechend starke Schauer- und Gewitterböen auslöst. Ein Starkwindfeld folgt dem Tief auf der Westflanke, so dass es allgemein sehr windig wird. Vor allem in höheren Lagen und an der Küste sind Sturmböen möglich. In den höheren Gebirgen und exponierten Gipfellagen sind orkanartige Böen denkbar.

Die Potentialsprognose zeigt das im Südosten und Süden, sowie der Schweiz und auch Österreich und Tschechien die signifikanten Parameter für Schwergewitter deutlich anschlagen. Durch den sogenannten vertikalen Impulstransport können starke Höhenwinde von 50 Knoten und mehr herab gemischt werden. Dabei kann es bei Schauern und Gewittern zu erheblichen Böen kommen. Im Norden und der Mitte zeigen die signifikanten Parameter deutlich auf ergiebigen Dauerregen, schauerartig verstärkt und mit möglichen eingelagerten Gewittern, die voraussichtlich über NRW, dem südlichen Sachsen und Hessen auftreten können. Im nachhinein steigt das Risiko für starke bis stürmische Böen in den Niederungen und Sturmböen in den Mittelgebirgen. In Hochlagen sind schwere Sturmböen möglich und in exponierten Gipfellagen sind orkanartige Böen nicht auszuschließen.

Warnlage :

Bereits in der Nacht greift ein Regengebiet auf den Westen über und verlagert sich im Tagesverlauf ostwärts. Die derzeitigen Schauer und Gewitter lassen zunächst nach. Am Mittwoch lebt im Süden die Schauer- und Gewittertätigkeit auf und es können lokale Schwergewitter auftreten, wobei der Fokus auf die Windentwicklung zu legen ist. Auf der Westflanke des Tiefs treten ebenfalls Schauer und einzelne Gewitter auf, vor allem der Wind nimmt deutlich zu. In den Niederungen sind durchaus Böen von 40 bis 60 km/h möglich. In Lagen von 300 bis 600 Meter sind Sturmböen von bis zu 80 km/h möglich und in Lagen oberhalb 600 Meter sind schwere Sturmböen von 100 km/h nicht auszuschließen. In exponierten Gipfellagen sind sogar orkanartige Böen von 110 km/h nicht auszuschließen. Bei dem erwähnten Dauerregen kann es zu Regenmengen von 30 bis 60 Liter in 12 bis 24 Stunden kommen. Dort wo eingelagerte Gewitter auftreten könnte es mehr sein.

Modellvergleich :

Synoptisch gesehen sehen es die Wettermodelle recht ähnlich. Unterschiede gibt es wie immer im Detail. Vor allem bei den Regenmengen und auch beim Wind gibt es Unterschiede. Daher bleibt abzuwarten, was genau passiert.

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Meine Spezialgebiete: Synoptik,Radarmeteorologie,Satellitenmeteorologie, Karten lesen und analysieren, Radiosondenaufstiege auswerten