Drohen an Ostern Sturm und Gewitter ? Blick auf die Wettermodelle !

Aktualisiert am : von Angelo D Alterio

Die Wetterlage an Ostern wird bestimmt von einem kräftigen Tiefdruckgebiet im Bereich Island und den britischen Inseln. Dabei wird es an Karsamstag noch recht angenehm werden durch ein kleinräumiges Hochdruckgebiet was uns ruhiges Wetter bescheren kann.

Ausgegeben am 25.03.2016 von Udo Karow, Vorhersageredaktion

 

An #Ostersonntag könnte dann durch das kräftige  Tiefdruckgebiet sogenannte  Höhenkaltluft mit ins Spiel kommen. Dabei baut sich zu den niedrigen Luftschichten ein sogenannter vertikaler Temperaturgradient auf. Das bedeutet das die Temperatur mit der Höhe rasch abnimmt. Ab einem bestimmten Wert spricht van von einer davon ausgelössten Instabilität. Wir nennen diesen Wert auch Delta T. Dabei spricht man ab 25 Grad Unterschied von labil ( Schauer ) und bei 30 Grad von sehr labil und erhöhter Gewittergefahr. Diese Komponenten können dann am Ostersonntag auftreten.

wetterkarteeuropa25032016

Schaut man sich dabei die Wetterkarte für heute nach dem deutschen Modell an so sehen wir über dem isländischen und britischen Raum das zentrale steuernde Tiefdrucksystem mit seinem Fronten. Das verwendete Zeichen steht dafür das es sich um ein Sturmtief handelt. Ein Sturmtief ist es dann wenn der 10 minütige Mittelwind in 10 Metern Höhe Sturmstärke erreicht. Bei einem Orkantief müsste dieser Wind dann Orkanstärke erreichen. Dabei werden “ nicht “ die Böen gezählt.

gewittergefahrostersonntag

Nun am Ostersonntag könnte nach dem amerikanischen Modell die Situation so aussehen. Dabei wird Höhenkaltluft wetteraktiv die durch das zentrale Tief und einen damit verbundenen Höhentrog nach Deutschland geführt. Der Delta T ist der erwähnte vertikale Temperaturgradient zwischen der Luftschicht 500 hPa ( ca. 5.2 km Höhe ) und der 850 hPa-Schicht ( ca. 1.4 km Höhe ). Somit zeigt sich eine rasche vertikale Temperaturabnahme mit der Höhe. Dadurch besteht durchaus die Möglichkeit das es zu #Gewittern kommen kann. Dabei ist es möglich das kräftige #Höhenwinde von 35 bis 50 Knoten mit dem sogenannten vertikalen Impulstransport nach unter gemischt werden was dann #Sturmböen am Boden bedeuten könnte die in der Nähe von #Schauern und #Gewittern auftreten könnten. Wir nennen das auch konvektive Windböen.

Auf der linken Seite der Karte zeigt sich ein kleines Tief was am Ostermontag bei uns für ungemütliches Wetter sorgen könnte. Denn es wäre durchaus denkbar das es dabei zu einem Sturmtief heranwächst.

sturmgefahrostermontag

Hierbei könnte dieses Tief über den Ärmelkanal zur Nordsee ziehen und vor allem über dem Westen und Nordwesten für einen grösseren horizontalen Druckunterschied sorgen was sich beim Wind bemerkbar macht. Dieses ist zu erkennen an den nah beieinander liegenden Isobaren ( Linien gleichen Luftdrucks ). Je enger diese aneinander liegen desto stärker der Druckunterschied und der damit verbundene Wind. Dieses kommt zustande weil die Natur bestrebt es die Unterschiede auszugleichen und ins Gleichgewicht zu bringen. Vor allem im Bereich der Kaltfront sind dann auch wieder Gewitter möglich. Dabei besteht die Gefahr von Sturmböen und vor allem in Schauer- und Gewitternähe von schweren Sturmböen.

 

Gerade bei der Gewittervorhersage zählt die Zeit denn je weiter der Vorhersagetermin weg ist desto unsicherer wird die Prognose. Das gilt auch für die Stürme. Zwar ist ein Trend erkennbar aber eine gesicherte Prognose ist in der Regel meist erst kurz davor möglich. Daher wird auch eine Vorwarnung für den Sonntag erst am Samstagabend oder Sonntagmorgen erfolgen.

 

 

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Meine Spezialgebiete: Synoptik,Radarmeteorologie,Satellitenmeteorologie, Karten lesen und analysieren, Radiosondenaufstiege auswerten