Erste Einschätzung der möglichen Gewitterlage am Sonntag

Aktualisiert am : by Angelo D Alterio

Auf der Grafik seht Ihr das vor allem von NRW über Hessen und Niedersachsen bis Berlin / Brandenburg voraussichtlich die kräftigsten Entwicklungen möglich sind. Über Nordrhein-Westfalen können sich nach derzeitigem Stand des HD-Modells kräftige Gewittersysteme bilden.

Durch eine deutliche vertikale Windscherung sind organisierte Strukturen möglich bis hin zu Superzellen. Dementsprechend zeigt das Wettermodell einzelne Signale. Zudem wird lokal eine sehr hohe Blitzrate gerechnet. Im Bereich der möglichen Gewitter wird ein hohes Maß an niederschlagbaren wassers gerechnet was ein Hinweis für mögliche Starkregenereignisse ist.

Ob es zu sogenannten Flashfloods kommt bleibt abzuwarten aber unmöglich ist es nicht.

Im Umkreis der Gewittersysteme werden deutliche Energiewerte gerechnet mit 400 bis 1200 j/kg. Bei ausgelöster Feuchtkonvektion ( Schauer / Gewitter ) kann sich durch die Scherung kenetische Energie einmischen was dementsprechend zusätzlich die verfügbare Energie erhöhen kann.

Vor allem die hochreichende Scherung von 20 bis 25 m/s est für organisierte Strukturen geeignet. Nicht zu verachten ist aber auch die hohe Scherung in Bodennähe mit 10 bis 15 m/s was bei dementsprechenden tiefliegenden Basen mögliche Wallclouds entwickeln können und dementsprechend steigt das Tornadorisiko an. Teilweise werden Wolkengipfeltemperaturen von unter -60 Grad gerechnet was ebenfalls ein mögliches Indiz für Schwergewitter sein kann.

 

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Seit 2013 bin ich verantwortlicher Gesellschafter bei der Unwetteralarm Schweiz GmbH. Meine Leidenschaft ist die Meteorologie. Meine Spezialgebiete sind neben Unwetterwarnungen, auch Marketing, Medienmeteorologie und Produktmanagement . Geboren in den 1970er Jahren im hessischen Bad Vilbel