Ex Hurrikan Lorenzo bringt Regen und kühle Luft nach Deutschland

Der ehemalige Hurricane Lorenzo hat Europa erreicht und wird heute über Deutschland ostwärts hinweg ziehen. Allerdings ist der Wind kein Thema, sondern der Niederschlag. Lorenzo bringt in seinem Einflussbereich teils kräftige Regenfälle.

In der Höhe herrscht eine überwiegend westliche Strömung vor, was typisch für die klassische Westwetterlage ist. Ein Trog zeigt sich über der Adria, dessen Achse sich bis Polen zieht. Dabei wird auf der Vorderseite ein Tiefdrucksystem über Griechenland, durch positiver Vorticity Advektion gestützt. Das bedeutet, das hier Hebungssignale vorhanden sind mit möglichem Druckabfall. Dabei sind im Bereich Griechenland und des Schwarzen Meeres Schauer und Gewitter zu erwarten und über der südlichen Adria sowie rund um Griechenland sind steife bis stürmische Böen möglich. Im Gegenzug sind von Finnland bis Nordrussland Schneefälle zu erwarten. Dabei herrschen dort Temperaturen von 0 bis 4 Grad und in Spanien sowie in Griechenland und der Türkei 26 bis 29 Grad.

Am Samstag ist das Tief Lorenzo verschwunden und im Zirkulationsmuster über Tschechien und Norditalien untergegangen. Dabei liegt Mitteleuropa zwischen einem Trog über Südosteuropa und einem Höhenrücken über Westeuropa. Im Bodendruckfeld zeigt sich dabei ein Höhenrücken, der sich vom Azorenhoch über Westeuropa nach Skandinavien erstreckt, wo sich ein weiteres kräftiges Hochdruckgebiet anschließt. Durch die Rückseite des Tiefs bei Tschechien gelangt zunehmend Kaltluft zu uns, was uns ein kühles Wochenende bescheren wird. Ein weiteres umfangreiches Frontensystem zeigt sich von Island zum Ostatlantik. Hier kann sich, bis Sonntag ein neues Randtief entwickeln das dementsprechend auf Deutschland übergreift. Dabei treten dann im Westen und Südwesten neue kräftige Regenfälle auf.

Somit kann man weiterhin sagen, das Deutschland in der klassischen Westwetterlage verbleibt und dementsprechend auch in dem wechselhaften Wetter zwischen Tief und Hoch. Nach aktuellem Stand liegt Deutschland auch in der kommenden Woche unter dem Jetstream, der von West nach Ost immer gradliniger verläuft. Dieses kann sich eventuell auch im Bodenwetter widerspiegeln zwischen einem kühlen wechselhaften Norden und einem milden Süden wobei das noch etwas hin ist.

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Über Angelo D Alterio 4093 Artikel
Seit 2013 bin ich verantwortlicher Gesellschafter bei der Unwetteralarm Schweiz GmbH. Meine Leidenschaft ist die Meteorologie. Meine Spezialgebiete sind neben Unwetterwarnungen, auch Marketing, Medienmeteorologie und Produktmanagement . Geboren in den 1970er Jahren im hessischen Bad Vilbel