Gefahr durch Feuerwerksnebel an Silvester

Seit heute darf in den Geschäften Feuerwerk und Raketen verkauft werden, aber spielt in der Silvesternacht auch das Wetter mit? Einige Silvesternächte waren in den vergangenen Jahren auch von Sturm oder Nebel geprägt und auch in diesem Jahr sieht es für einige Landesteile sehr trüb aus.

Vom Feuerwerk wird nicht überall etwas zu sehen sein, regional droht sogar extrem dichter und damit sehr gefährlicher Nebel.Über den Jahreswechsel erstreckt sich eine kräftige Hochdruckzone von Irland bis zu den Alpen. Tiefdruckgebiete ziehen vom Nordmeer nach Skandinavien. Dazwischen sind die Isobaren (Linien gleichen Luftdrucks) recht dicht gedrängt, hier weht daher recht starker Wind.

Im Norden Deutschlands treten daher in der Silvesternacht starke bis stürmische Böen auf. Hier es schwierig werden, das Feuerwerk zu starten, die Sicht ist aber nicht allzu sehr beeinträchtigt. Allerdings fällt hier und in der Mitte gebietsweise leichter Regen oder Nieselregen. Im Südwesten und Süden weht dagegen ausgesprochen schwacher Wind.

Daher kann sich hier unter anfangs teils klarem Himmel die Luft deutlich abkühlen. Im Laufe der Nacht entstehen teils dichte Nebelfelder. Kaum starten um Mitternacht die ersten Raketen in den Himmel, kann sich der Dunst oder Nebel extrem verdichten, es droht zumindest gebietsweise sehr dichter Nebel mit Sichtweiten von nur wenigen Metern – wenn überhaupt. Vom Feuerwerk dürfte durch den „Feuerwerksnebel“ gebietsweise nur noch wenig oder gar nichts zu sehen sein. Dies liegt daran, dass sich in feuchter Luft die feinen Wassertröpfchen an die Rußpartikel anlagern kann und diese als Kondensationskeime nutzen. Durch das Überangebot an Rußpartikeln können sich unzählige kleinste Nebeltröpfchen bilden, die dann den gefürchteten Nebel bilden. Übrigens ist auch die Feinstaubkonzentration vor allem ab Mitternacht extrem hoch.

Extrem dichter Nebel bildete sich zum Beispiel in der Silvesternacht 2014/15 im Bereich KölnLeverkusen, stellenweise lag die Sichtweite unter 5 Meter. Der Straßenverkehr kam zum Teil zum Erliegen und Autobahnen mussten gesperrt werden. Der Busverkehr wurde in einigen Bereichen eingestellt. Beim Jahreswechsel 2007/08 war es noch extremer, damals waren das Ruhrgebiet und das Rheinland, aber auch Teile des Bergischen Landes besonders betroffen. Bei Unfällen starben mehrere Menschen, die teils orientierungslos auf Straßen und Schienen unterwegs waren. Auf der Autobahn A3 verbrachten bei Duisburg/Oberhausen Tausende Menschen die Zeit bis zum Neujahrsmorgen. Rettungskräfte hatten große Schwierigkeiten zu den Einsatzstellen zu gelangen.

Dieser Artikel ist geschrieben von Thomas Sävert

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Über Angelo D Alterio 3924 Artikel
Seit 2013 bin ich verantwortlicher Gesellschafter bei der Unwetteralarm Schweiz GmbH. Meine Leidenschaft ist die Meteorologie. Meine Spezialgebiete sind neben Unwetterwarnungen, auch Marketing, Medienmeteorologie und Produktmanagement . Geboren in den 1970er Jahren im hessischen Bad Vilbel