Gewittervorschau – Wo gibt es heute wann Gewitter?

Am heutigen Dienstag steht die erste kleine frühlingshafte Gewitterlage an. Wir zeigen, wo heute mit Gewittern gerechnet werden muss und welche Unsicherheiten bestehen.

Einzelne Gewitter am Nachmittag im Westen

Im Verlauf des Nachmittags muss ab ca. 15 Uhr mit Bildung der ersten vereinzelten Gewitter in der Eifel bzw. im Westerwald, aber auch in Nordrhein-Westfalen gerechnet werden. Dabei verlagern diese sich in nordöstliche Richtung und erreichen gegen 20-21 Uhr die Nordseeküste bzw. die Regionen um Bremen und Hamburg. Am späten Abend könnte dann auch der Westen Schleswig-Holsteins betroffen sein. Das bleibt aber abzuwarten und ist noch unsicher.

Wir möchten darauf hinweisen, dass das Wort “vereinzelt wahrgenommen wird. Es handelt sich nicht um eine verbreitete Gewitterlage.

Gegen 19-20 Uhr könnte dann eine bestehende Gewitterlinie den Westen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erreichen. Dabei ist momentan noch nicht sicher, ob diese beim Erreichen der Grenze dann abbaut und zerfällt oder weiterhin intakt bleibt.

Hauptgefahren in diesen Gewittern sind vor allem die Gefahr von Sturmböen um die 75 km/h und kurzzeitiger kräftiger Platzregen. Die Niederschlagsmengen spielen aber keine große Rolle. Sehr vereinzelt kann kleiner Hagel um die 1 cm möglich sein, ist aber unwahrscheinlich.

Die Wettermodelle zeigen allerdings regional Windprofile, die für die Tornadobildung günstig sind. Wir möchten also die winzige Möglichkeit eines schwachen Tornados nicht unerwähnt lassen.

Aus diesen Gefahren leitet sich daher ab, dass die Gewitter voraussichtlich die STUFE ORANGE (MARKANT) haben werden.

Gewitter auch in Baden-Württemberg und Bayern?

Ein weiterer Herd könnte sich in einem Bereich von der Schwäbischen Alb bis nach Oberfranken herausstellen. Dort bestehen aber noch größere Unsicherheiten, ob die dortige Orografie zum Auslösen der Gewitter reicht, oder nicht.

Ab ca. 16 Uhr sollte dann nördlich der schwäbischen Alb mal in den Himmel geschaut werden, ob sich dickere Quellwolken aufbauen. Sollte das der Fall sein, steht der Gewitterbildung nicht mehr allzu viel im Weg.

Diese möglichen Gewitter würden dann gruppiert in Richtung Oberfranken ziehen.

Da die dortige Luftmasse eine leicht instabilere Schichtung aufweist, als im Westen Deutschlands, könnten diese Gewitter ein bisschen stärker ausfallen, als im Westen. In den stärksten Gewitterzellen ist dann auch Hagel um die 2 cm Durchmesser möglich.

Auch hier ist die voraussichtliche Warnstufe der Gewitter STUFE ORANGE (MARKANT). Allerdings schließen wir nicht aus, dass die stärksten Gewitter mit der STUFE ROT (STARK) bewarnt werden müssen. Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich noch keine feste Aussage dazu treffen, da die Modelle sich in diesem Bereich noch am meisten uneinig sind.

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Über Markus Bensing 36 Artikel
Zuständig für IT, Modellkarten, Warn-Software, Radarauswertungen, ausführliche Vorabberichte zu schweren Unwetterlagen, Unwetterwarnungen. Wohnhaft in Berlin gebürtig aus Halle an der Saale.