Gewittervorwarnung Update für 05.05.2015

Aktualisiert am : by Angelo D Alterio

In den letzten Wettermodellen zeichnet sich nun folgende Situation ab : Bereits am Abend greift eine Warmfront auf das westliche Wettergeschehen über und sorgt für sich rasch verdichtende Bewölkung und nachfolgendem Regen. Dabei fließt zunehmend instabile Luft ein was durchaus vor allem Richtung Nordwest aus den Niederlanden und Belgien heraus einzelne Gewitter möglich macht. Im Osten und Süden bleibt es dagegen eher trocken. Am Dienstag greift bereits schon in den Vormittagsstunden eine Kaltfront ins Wettergeschehen ein und nachfolgend fließt kühlere stabile Luft ein. Somit wird da, wo die Kaltfront schon durch ist die Gefahr von Gewittern deutlich herabgesetzt sein. Allerdings spielt ein Starkwindfeld eine Rolle und löst im Westen und Nordwesten auch außerhalb von Schauern und Gewittern starke bis stürmische Böen örtlich Sturmböen aus.

Situation : Es ist zu erwarten das im Südwesten und äußersten Westen die Gewittergefahr deutlich geringer ist und auch nur wenig Unwettergefahr herrscht. Im Norden dagegen zeichnet sich eine dynamische Mischung ab. Zum einen ist der Superzellenindex deutlich erhöht zum anderen aber auch der Tornadoparameter. Aufgrund niedriger Wolkenuntergrenzen kann die bodennahe vertikale Windscherung greifen und eventuell einen Tornado auslösen. Das wird wohl in Niedersachsen, Schleswig und über der Nordsee der Fall sein. Ob das nördliche NRW noch dazu gehört bleibt abzuwarten und ist fraglich. In der Osthälfte kann noch längere Zeit die Sonne scheinen. So kann sich die dortige feuchte Luftmasse aufheizen. Im Tagesverlauf trifft die Kaltfront auf die aufgeheizte Luft und löst zum Teil starke Gewitter aus. Dabei kann es schwere Sturmböen, größeren Hagel und Starkregen geben.

Vor allem in der Nordwesthälfte besteht Sturmgefahr denn durch einen zunehmenden Druckgradienten nimmt auch der Wind zu was man schon in der Nacht merken wird. Am Dienstag können dann stürmische Böen teils auch Sturmböen bis 80 km/h auftreten. Im höheren Bergland können schwere Sturmböen bis 100 km/h nicht ausgeschlossen werden.

Fazit : eine flächendeckende Unwetterlage ist nach derzeitigem Stand eher ausgeschlossen. Schwergewitter werden sich eher nur punktuell bilden aber vor allem im Osten sind organisierte Entwicklungen wie linienhafte Anordnungen oder Superzellen. Die Energiemenge und vor allem die vertikale Windscherung wird eine wesentliche Rolle spielen wenn sich Schauer oder Gewitter gebildet haben. Dieses wird aber dann per Akutwarnung diskutiert.

gewitterwarnungupdate04052015

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