#Gewitterwahrscheinlichkeit für Dienstag den 05.05.2015

Warnlagebericht für den 4.05 und 5.05.201 Basis GFS00z, WRF12km 00z, Euro4 00z

Wetterlage : Deutschland liegt auf der Ostflanke eines Troges und einem umfangreichen Bodentiefsystem über Westeuropa. Dabei wird Warmluft nach Deutschland geführt. Ein weiteres Tief zieht von der iberischen Halbinsel über die Biskaya nach Schottland und intensiviert sich dabei. Zudem kann ein Randtrog über Deutschland hin wegziehen. Der aufbauende Druckgradient sorgt für die Bildung eines Starkwindfeldes das Deutschland erfasst. Dieses wird sich besonders im Westen und Nordwesten bemerkbar machen.

Warnsituation : Wir haben es mit zwei significanten Wettererscheinungen zu tun. Zum einen sind ab em Abend im Westen starke Windböen bis stürmische Böen 50 bis 65 km/h möglich. In höheren lagen oberhalb 500 Meter sind auch Sturmböen möglich. In den Nordwesten des Landes können von Frankreich über Belgien und den Niederlanden erste teils kräftige Gewitter rein ziehen. Dabei besteht die Gefahr von Starkregen, Hagel und Sturmböen.

Detailforecast : Die Modelle rechnen schon am Abend und er Nacht im Nordwesten einen ML-Cape von 100 bis 300 j/kg und einen MUCape von 200 bis 400 j/kg. Zudem ist aufgrund zunehmender Scherung der Superzellenparameter deutlich erhöht. m detailforecast gibt es sogar Hinweise das sogenannte Microbursts möglich sind. Hierbei können dann schwere Sturmböen bis orkanartige Böen auftreten. Die Zuggeschwindigkeit der Zellen wird aufgrund des kräftigen Oberwindes doch recht rasant sein. In mittleren Höhen wird eine Windgeschwindigkeit von 40 bis 50 Knoten gerechnet was in etwa die Verlagerungsgeschwindigkeit sein könnte. Estofex reagierte wie ich mit einem Stufe 1 für den Nordwesten.

Am Dienstag erhöht sich das Potential wobei im Westen noch nicht ganz klar ist was passiert. Sollte die Sonne einstrahlen können besteht die Gefahr für mögliche Schwergewitter mit Unwetterpotential durch schwere Sturmböen, Starkregen, Hagel eventuell Tornados und Superzellen. Jedoch kann vor allem im Nordwesten fehlende Einstrahlung die organisierte Konvektion verhindern bzw. unterbinden. Skalige Regenfälle wären die Folge. Im Süden und Osten kann die Sonne längere Zeit einstrahlen und somit werden Capes von 500 bis nahe 1000 j/kg gerechnet. Mit der vorhandenen Scherung und der deutlich instabilen Luftmasse wären organisierte Gewitter möglich mit grösserem hagel, Starkregen, schweren Sturmböen und möglichen Superzellen mit Mesozyklonen sowie Tornados und Downbursts. Der KO-Index, Hebungswerte und auch der Thomson Index zeigen Hinweise auf eine deutlich erhöhte Gewitterwahrscheinlichkeit. Zudem zeigt auch der Lapses rate eine günstige vertikale Temperaturabnahme und somit ddie Möglichkeit das Luftpakete ungehindert aufsteigen können.

In der Westhälfte sind auch außerhalb von Schauern und Gewittern Sturmböen möglich. Im Bergland auch schwere Sturmböen und in exponierten Berglagen auch orkanartige Böen.

Die genauen Details sind für den Dienstag noch unklar. Die mögliche Schwergewittersituation im Osten und Südosten sollte jedoch als wahrscheinlich betrachtet werden.

Ein Update der Lage erfolgt nach dem 12z Lauf und den Auswertungen der Radiosondenaufstiege von 12z.

Gewitterwahrscheinlickeit

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Seit 2013 bin ich verantwortlicher Gesellschafter bei unwetteralarm.com Wetter und Unwetter ist eine Leidenschaft von mir. Geboren 1970 im hessischen Bad Vilbel.