Heute über der Südhälfte Gewitter möglich ! Hohe Waldbrandgefahr im Osten !

Aktualisiert am : von Udo Karow

, Heute über der Südhälfte Gewitter möglich ! Hohe Waldbrandgefahr im Osten !

Vorwarnung Starkregenschauer / Gewitter Stufe ” ORANGE ” : Heute können einzelne Gewitter mit kleinem Hagel und Starkregen auftreten !

Wetterhinweis : Vor allem im Osten herrscht eine hohe Waldbrandgefahr der Stufe 4, punktuell auch eine extreme Waldbrandgefahr der Stufe 5 , sonst verbreitet Stufe 3 !

 

Die Wetterlage

, Heute über der Südhälfte Gewitter möglich ! Hohe Waldbrandgefahr im Osten !

Ich habe heute eine sogenannte Kompositkarte erstellt die uns verschiedene meteorologische Elemente zeigt. Deutschland befindet sich heute vor allem nach Süden hin unter Tiefdruckeinfluss und ein flaches Tief zeigt sich über Deutschland. Nach Nordosten und Norden hin überwiegt jedoch der Einfluss des kräftigen Hochdruckgebietes über dem Nordmeer und Skandinavien. Über Westeuropa befindet sich ein hochreichendes Tiefdrucksytem was mittels Frontensystem mit einem kräftigen Tief über Nordrussland verbunden ist. Dieses Frontensystem zeigt sich auch über Deutschland als Luftmassengrenze. Dabei liegt im Nordosten Europas sehr kühle aber auch sehr trockene Luft die sich auch über dem Nordosten Deutschlands zeigt. Im Südwesten und Süden dagegen zeigt sich feuchtwarme Luft. Das sieht man auch schön an den Höhentemperaturen. Hier dargestellt sind die Temperaturen in 850 hPa ( 1.44 km Höhe ) und 500 hPa ( ca. 5.22 km Höhe ). Über Nord- und Nordosteuropa liegen die 850 hPa Temperaturen im negativen Bereich und die Höhentemperaturen in 500 hPa auf unter -20 Grad. Eine weitere Höhenkaltluftfläche zeigt sich im Bereich des Tiefs im Westen Europas. Aus den Temperaturwerten lässt sich die vertikale Temperaturabnahme errechnen ( Delta T ). Liegt dieser im bereich von -25 Grad so ist die Luftmasse labil geschichtet und bei -30 Grad sogar stark labil geschichtet was sich auf mögliche Schauer und Gewitter ausriken kann denn je negativer der Delta T desto eher können sich Gewitter entwickeln wenn andere Vorraussetzungen gegeben sind. Wir sehen über Deutschland oftmals Werte von +5 bis +8, im Südosten auch +11 Grad in 850 hPa und -20 bis -18 Grad in 500 hPa was einen Temperaturunterschied von -25 bis -30° Grad bringt und somit eine deutlich labile Schichtung aufweist. Im Nordosten dagegen liegt der Wert unter dem labilen Bereich. Ein weiteres lässt die Sonneneinstrahlung ( wenn vorhanden ) und die Luftfeuchte die Bildung von Energie zu. Der Instabilitätsindex KO zeigt ebenfalls verbreitet Werte von 0 bis -6 K was auch aktuelle Radiosondenaufstiege bestätigen. Nach Norden und Nordosten ist es dagegen etwas anders. Diese Zweiteilung bleibt erhalten wobei die genaue Position des Tiefs und des Frontensystems noch unsicher sind. Entlang der Fronten kann sich dabei auch ein Wolkenband mit etwas Regen entwickeln. Die sogenannte vertikale Windscherung ist nicht stark was sich eher gegen organisierte Strukturen wendet wobei aber in der Prognose der Superzellenindex minimal anschlägt. Eher zeigen sich Tendenzen zu Einzelzellen und Multizellen.

Die möglichen Gewitter werden nur vereinzelnt auftreten und somit auch nicht jeden treffen. Manche Orte bleiben sogar den ganzen Tag trocken. Für einen Ausgleich des Niederschlagsdefizites reicht es bei weitem nicht aus da die mögliche Verdunstungsrate bei 1.5 bis 3 mm steht. Somit besteht vor allem im Osten und Nordosten weiterhin eine höhere Verdunstungsrate als wie überhaupt Feuchte hinzukommt. Selbst in den Niederschlagsgebieten kann der erwartete Niederschlag dieses kaum ausgleichen da besonders im bereich des Frontensystems nur 2 bis 5 eventuell 6 mm gerechnet werden.

Über Udo Karow 1745 Artikel
Meine Spezialgebiete: Synoptik,Radarmeteorologie,Satellitenmeteorologie, Karten lesen und analysieren, Radiosondenaufstiege auswerten