Im Süden Gefahr von Sturmböen sowie kräftiger Regen und Gewitter!

Akutwarnung Sturm / Orkan Stufe ” ORANGE ” : Es treten in höheren Lagen Sturmböen auf, im Schwarzwald in den Hochlagen auch schwere Sturmböen !Vorwarnung Starkregenschauer / Gewitter Stufe ” ORANGE ” : Es sind im Tagesverlauf einzelne Gewitter mit stürmischen Böen, Starkregen und kleinem Hagel möglich, im Süden auch mit Sturmböen !

 

 

Die Wetterlage :

Deutschland liegt heute im Einflussbereich eines Tiefdrucksystems, das über den britischen Inseln und der Nordsee liegt. Dabei zeigt sich in der Höhe die Achse eines Troges in dem sich höhenkalte Luft befindet. Zwischen Frankreich und der iberischen Halbinsel hat sich eine kräftige Höhenströmung aufgebaut in der sich ein kleines Tief zur iberischen Halbinsel verlagert mit Sturmgefahr im Nordwesten von Spanien.

Auch über Süddeutschland können sich heute Sturmböen einstellen da auch hier ein grösserer Druckunterschied erwartet wird.  Die Isohypsen ( Linien gleichen Geopotentials ) zeigen recht gut den Strömungsverlauf in ca. 5.5 km Höhe. Im Vergleich mit den Winden oberhalb der planetarischen Grenzschicht ( 850 hPa ) und dem 10 Meter Mittelwind sieht man an verschiedenen Stellen den Hang zur vertikalen Windscherung in Form von Richtungs- aber auch Geschwindigkeitsscherung.

Im Vorfeld der Trogachse liegen günstige Bedingungen für Hebungsimpulse. Dabei zeigt sich nach dem amerikanischen WRF-Modell ein überwiegend ein negativer KO-Index um den Wert -2 bis -4 K. Das bedeutet das es potentielle Instabilität gibt die durch Hebungsimpulse in Labilität umgewandelt werden kann. Somit zeigt sich ein dementsprrechendes Signal für konvektive Entwicklungen in Form von Schauern oder Gewittern. Es zeigt sich zudem im südwestlichen Deutschland sowie im Westen kühlere Luft und im Norden und Nordosten wärmere Luft. Dazwischen wäre ein kleines Tief möglich das sich von West nach Ost verlagert.

Da es aber auf der Rückseite des Troges gerechnet wird, wird es keinerlei Vertiefung erfahren aufgrund fehlender positiver Vorticityadvektion. Anders sieht es mit dem Frontensystem östlich von uns aus das im bereich positiver Vorticity liegt und dementsprechend im Bereich möglicher Hebungsvorgänge und Druckabfall. Durch mögliche vertikale Windscherungwerte über dem Süden Deutschlands sind einzelne organisierte Gewitterentwicklungen nicht auszuschließen. Der Supercell Composit Parameter zeigt dementsprechend schwache Signale und auch die Bildung einer Schauer- und Gewitterlinie wäre möglich mit der Gefahr von Sturmböen.

Schaut man sich die Vorhersagesondenaufstiege von WRF an so sieht man auch hier einige Werte die für Gewitterentwicklungen sprechen würde. Es bleibt abzuwarten wo es zur Gewitterbildung kommt.  Vor allem im Nordosten zeigt sich in den Modellrechnungen erhöhte Energiewerte in Form von Cape mit 50 bis 400 j/kg. Somit gäbde es dementsprechend genügend Energie für mögliche Gewitter.

Auch Starkregen / Dauerregen ist ein Thema denn bis 20 Uhr sind durchaus 15 bis 30 mm Niederschlag auf den m2 im Süden denkbar und auch bei Gewittern sind durchaus sollche Mengen möglich.

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Über Udo Karow 1691 Artikel
Meine Spezialgebiete: Synoptik,Radarmeteorologie,Satellitenmeteorologie, Karten lesen und analysieren, Radiosondenaufstiege auswerten