Im Norden aufkommende teils kräftige Schauer und Gewitter !

Aktualisiert am : von Angelo D Alterio

In der Mitte Deutschlands Regen und Schnee, Im Norden aufkommende teils kräftige Schauer und Gewitter !

Wetterinformation / Warnung : In einigen Gebieten kommt es aktuell zu Schneefällen mit erhöhter Glättegefahr !

Vorwarnuninformation Glätte / Schnee : In vielen Orten ist in der Nacht mit Frost, Glätte und Schnee zu rechnen ! Im Süden kann es einiger Orts am Sonntagmorgen weiß sein !

Im Norden aufkommende teils kräftige Schauer und Gewitter mit lokalen Sturmböen, Graupel / Hagel , Starkregen !

 

Die Wetterlage :

Deutschland befindet sich heute im Einfluss einer klassischen zyklonalen Nordlage. Das bedeutet das zwischen einem Hochdruckgebiet westlich von uns ( bei Island ) und einem Tiefdrucksystem östlich von uns ( Nordskandinavien bis in den Mittelmeerraum ) eine Nordströmung herrscht. Tiefdruckgebiete beeinflussen dabei unser Wetter und daher ( Zyklonal ).

Eine Kaltfront sorgt dabei für Niederschläge in Form von Regen, Schneeregen und Schneefall. Von Norden her nähert sich ein Höhentrog gefüllt mit Höhenkaltluft. Dabei herrschen in der Höhe unter -30 Grad und in der planetarischen Grenzschicht ( 850 hPa ) -2 bis -4 Grad. Dabei kann man einen dementsprechenden vertikalen Temperaturunterschied erkennen der im Bereich einer deutlichen Destabilisierung liegt. Bei einem Unterschied von unter -30 Grad herrschen Bedingungen für die mögliche Entwicklung von Gewittern.

Dieses wird besonders von Cosmo gerechnet. Es werden verfügbare Energiemengen ( Cape ) von 150 bis 400 j/kg gerechnet was dementsprechend ausreichend wäre für das eine oder andere Gewitter. Hierbei kann sich dann Graupel / kleiner Hagel, Starkregen aber auch starke bis stürmische Böen, lokal Sturmböen entwickeln die bei den Schauern oder Gewittern herabgemischt werden. Die eingezeichnete Kaltfront erreicht im weiteren Verlauf auch Süddeutschland und kann besonders in den höheren Lagen Schneefälle auslösen.

Die Schneefallgrenze schwankt bei Höhen von 300 bis 600 Meter. Das amerikanische Wettermodell zeigt dementsprechend im Norden einzelne schwache Hebungssignale die von einer potentiell instabilen Luftmasse überlagert wird. Dabei werden Werte des KO-Index von +2 bis -2 K gerechnet. Der KO-Index beschreibt eine mögliche potentielle Instabilität die einen Auslöser benötigt um in Labilität umgewandelt zu werden. Aus dieser Labilität können sich dann Schauer oder Gewitter entwickeln. Im Modellvergleich hat Cosmo die Gewitter verbreitet im Programm, auch im Süden. Andere Modelle sehen die Gewitterrisiken dann doch mehr im Norden und Nordwesten.

Über Udo Karow 1770 Artikel
Meine Spezialgebiete: Synoptik,Radarmeteorologie,Satellitenmeteorologie, Karten lesen und analysieren, Radiosondenaufstiege auswerten