Jetzt kommt Hoch Detlef! Hitzewelle über Deutschland

In den kommenden Tagen sorgt das wetterbestimmende Hoch Detlef für eine Hitzewelle über Deutschland, dabei steigen die Temperaturen im Verlauf über mehrere Tage über 30 Grad.

Während im Süden von Bayern die Einsatzkräfte gegen die Wassermassen kämpfen, welche in den letzten 36 Stunden vom Himmel gefallen sind, ist im übrigen Deutschland, was die Wetterlage angeht Ruhe eingekehrt. Nach meist kurzen sommerlichen Phasen, deutet sich nun eine Hitzewelle an, welche stabil über mehrere Tage Temperaturen im hochsommerlichen Bereich bringen. Bis zum kommenden Sonntag wären nach jetzigem Stand in einigen Region der Republik bis 37 Grad denkbar.

Wo und wie heiß es wird, erfahren Sie im folgenden Bericht.

Das Hoch Detlef verlagert seinen Schwerpunkt im Verlauf an die Ostsee, dabei wird mit einer südöstlichen Strömung trockene und vor allem heiße Luft nach Deutschland geweht. Dies bedeutet im Umkehrschluss, das wir in den kommenden Tagen mit viel Sonnenschein und einer hochsommerlichen heißen Wetterlage zu tun bekommen. An einigen Beispielen aus den aktuellen Trends der Modelle möchten wir aufzeigen, wo Sie in den nächsten Tagen mit einer hohen Hitzebelastung rechnen müssen. Außer im Süden von Bayern kommt eine Verschärfung der Dürre und der Waldbrandgefahr hinzu.

Hitzewelle in Frankfurt am Main – Trend Hessen

Zunächst schauen wir auf den aktuellen Trend des ECMWF Wettermodells für die Stadt Frankfurt am Main.  Ab Donnerstag steigen die Temperaturen auf 30 bis 32 Grad an, dabei scheint die Sonne von Morgens bis Abends ungetrübt vom Himmel. Am Freitag werden bis zu 34 Grad erwartet. Am Samstag und Sonntag gehen die Modellrechnungen derzeit von 36 bis 37 Grad aus. Bei diesen Temperaturen ist ein Sonnenschutz unbedingt erforderlich, zumal bis weit in die nächste Woche mit keiner Änderung zu rechnen ist.

Hitzewelle Frankfurt am Main

Hitzewelle in Köln -Trend  Nordrhein-Westfalen

Ein ähnlicher Trend wie in Frankfurt am Main zeichnet sich aktuell in Köln ab. Auch dort wird es ab Donnerstag sommerlich heiß werden bei Werten von 30 bis 32 Grad. Im weiteren Verlauf werden Temperaturen bis zum Sonntag von lokal 37 Grad erwartet. Wobei hier und da ein paar Wolkenfelder durchziehen. Niederschläge werden bis auf Weiteres nicht erwartet.

Hitzewelle in Köln erwartet

Hitzewelle in Kiel -Trend  Schleswig Holstein

Schauen wir nun in den Norden von Deutschland, dazu haben wir den aktuellen Trend für die Stadt Kiel in Schleswig-Holstein ausgewählt. Dort sehen die Wettermodelle ebenfalls heiße Temperaturen, jedoch liegen diese nur knapp an oder über der 30 Grad Marke. Jedoch sollte man bedenken, dass es im Norden des Landes bei einer frischen Meeresbrise meist kühler, als in der Großstadt im Binnenland ist.  So werden von Donnerstag bis Sonntag bei viel Sonnenschein 29 bis 31 Grad erwartet. Ein Badeurlaub an der Nord oder Ostseeküste steht somit nichts mehr im Wege.

Hitzewelle in Dresden- Trend Sachsen

Auch im Osten des Landes, wie hier als Beispiel Dresden, schlägt das Hoch Detlef mit Sommer und Hitze zu. Bei Werten von 28 Grad am Donnerstag bis 32 Grad am Samstag und Sonntag bleibt es bis in die neue Woche beständig warm bis heiß. Auch hier scheint die Sonne meist ungetrübt vom Himmel.

Hitzewelle in Dresden

Fazit: Anhand einiger Beispiele, welche wir aufgezeigt haben, ist der Fahrplan für die kommenden Tage in trockenen Tüchern. Leider muss man das “trocken” dabei sehr ernst nehmen, denn Niederschläge werden nach jetzigem Stand bis weit in die kommende Woche ausbleiben. Die Dürre und die Waldbrandgefahr steigt somit wieder deutlich an. Nur im Süden von Deutschland ist nach den heftigen Regenfällen der letzten 36 Stunden eher weiterhin die Gefahr von Hochwasser und dessen Folgen zu beachten. Jedoch beruhigt sich die Wetterlage  am Alpenrand, sodass es in den kommenden Tagen, eher trocken bleibt und die Flusspegel wieder sinken.

Über Angelo D Alterio 4298 Artikel
Seit 2013 bin ich verantwortlicher Gesellschafter/Meteorologe bei der Unwetteralarm Schweiz GmbH und beim regionalen Wetterdienst WetterauwetterTV Meine Spezialgebiete sind neben allgemeinen Unwetterwarnungen, Sturm und Orkan Vorhersagen. Des Weiteren arbeite ich als Medienmeteorologe für regionale Radiosender. Geboren in den 1970er Jahren im hessischen Bad Vilbel.