Mittelmeertief sorgt für viel Regen an den Südalpen in den nächsten Tagen

 

Große Unwettergefahr im Mittelmeerraum vor allem Italien betroffen !

 

Ein Tiefdruckgebiet liegt aktuell bei Dänemark und verlagert sich bis Samstag zum Baltikum. Gleichzeitig weitet sich über dem Atlantik ein kräftiges Hochdruckgebiet nordwärts aus und nimmt eine blockierende Position ein.

Dadurch kommt es zwischen dem abgezogenen Tief und dem blockierenden Hoch zu einer kräftigen Nordströmung mit der polare Kaltluft bis weit nach Süden strömen kann. Durch dieses Kaltluftvorstoss kommt über dem Mittelmeer die Tiefdruckentwicklung in Gang und es kommt zur Bildung eines Frontensystems. Dabei setzt sich das Tiefdrucksystem über dem westlichen Mittelmeerraum fest und gleichzeitig verstärkt sich ein Hoch östlich der Türkei und dem schwarzen Meer. Somit bildet sich ein kräftiger Druckunterschied der sich beim Wind bemerkbar machen wird.

 

Durch die Position des Tiefs und der Gegenspielers dem Hochdruckgebiet östlich der Türkei strömt Warmluft nordwärts gegen die Alpen. Gleichzeitig stößt Kaltluft von Frankreich in Richtung Spanien vor und somit bleibt die Tiefdruckentwicklung beständig. Die Warmluft wird an den Alpen ausgequetscht wie ein Schwamm und somit kommt es an den Alpen zu erheblichen Regenmengen.

Wir sehen hier den akkumulierten Niederschlag bis Sonntagmittag. Dabei rechnen die Wettermodelle teilweise mit lokal mehr als 250 Liter Regen. Davon auch die Urlaubsregion am Gardasee. Weitere Niedserschlagsspots werden die Gebiete zwischen Genua und Monaco sein aber auch nördlich der Balearen. Dementsprechend kann es zu gefahren wie Überschwemmungen, Erdrutsche und Murenabgängen kommen. Das ist aber noch nicht alles.

Auch der Wind wird eine Rolle spielen, denn dieser wird durch den sich bildenden Druckunterschied mehr und mehr zulegen so das es verbreitet zu Sturmböen kommt wie hier am Montag. In den höheren Lagen und auch in regionalen Gebieten wie vor Algerien und zwischen Korsika und Italien aber auch am Ätna, Vesuv und auch einigen anderen Gebieten ist mit schweren Sturmböen bis zu orkanartigen Böen zu rechnen und auch Orkanböen sind in den Berechnungen der Wettermodelle drin.

Ein  weiters sind teilweise eingelagerte Schwergewitter mit hoher Unwettergefahr durch signiifikante Böen, heftige Regenfälle und Hagel sowie die Möglichkeit lokaler Tornados. Durch vorhandene Vorticity in Form von Scherungs- und Krümmungsvorticity wird mittelks positiver Vorticityadvektion Hebungsvorgänge in Gang gehalten wodurch sich konvektive Geschehen ausbreiten können.

Fazit : Dem Mittelmeerraum stehen ein paar unwetterträchtige Tage bevor !

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Meine Spezialgebiete: Synoptik,Radarmeteorologie,Satellitenmeteorologie, Karten lesen und analysieren, Radiosondenaufstiege auswerten