Orkantief über Island bringt uns Wind und Regen

Jedem Hochdruckgebiet geht irgendwann mal die Puste aus. Uns erwartet heute ein Tiefausläufer von einem Orkantief über Island. Nordwestlich Irlands entwickelt sich derzeit ein Orkantief, das nach Norden Richtung Island zieht. Zwischen diesem Tief und hohem Luftdruck über Südosteuropa gelangt milde Meeresluft nach Deutschland, die sich in den Niederungen vor allem nach Südosten hin aber noch nicht durchsetzen kann. Das Frontensystem des Orkantiefs erreicht aktuell den Westen. Dabei verschärfen sich die Luftdruckunterschiede über Mitteleuropa. Heute bleibt es im Tagesverlauf an der See und auf den Bergen windig, teils stürmisch mit Böen der Stärke 7 bis 8, vereinzelt im Bergland bis Bft 10. im Tagesverlauf lässt der Wind allerdings merklich nach.

Im Süden und zum Teil auch in der Mitte hält sich bis in den Vormittag hinein örtlich dichter Nebel. Der Regen, der aktuell den Westen erreicht hat, breitet sich bis in die mittleren Gebiete und nach Südosten aus, wo es anfangs regional eng begrenzt gefrierenden Regen mit Glatteis geben kann.

In der kommenden Nacht gibt es im Süden noch etwas Niederschlag, wobei oberhalb von etwa 800m der Regen in Schnee übergeht. Im Südosten und im Osten kann sich wieder Nebel bilden. Im Norden nimmt nach vorübergehender Abschwächung der Wind wieder zu. Im Küstenbereich sind steife, auf den Inseln sowie in exponierten Lagen der Gebirge auch wieder stürmische Böen aus Südwest bis West möglich.

In einigen Höhenlagen der Mittelgebirge auffrischender Wind mit Wind-und Sturmböen bis Bft 9 (um 85 km/h). An der Nordsee Windböen um 55 km/h.

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl. -Met. Rolf Ullrich

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