Rosenmontag 2019 mit Sturm, Gewitter und kräftigem Regen

Update zur möglichen Sturmlage am Rosenmontag 2019 (4. März 2019) – Sturm, Gewitter und starke Schauer stehen auf dem Programm

Der Rosenmontag 2019 ist derzeit in aller Munde, nicht unbedingt wegen der närrischen Zeit sondern wegen einem Sturmtief, welches genau am Rosenmontag Deutschland erreichen wird. Die jetzige Modelllage ist noch nicht eindeutig, aber sie tendiert in eine Richtung, die da heißt Sturm, örtliche Gewitter und starke Schauer. Eine Kaltfront sorgt dazu noch für ein deutliches Absinken der Schneefallgrenze.  Noch gibt es Unsicherheiten in der Modellwelt, was die Intensität und die Zugrichtung des Tiefs angeht. Sicher ist jedoch, stürmisch wird es alle mal und das fast deutschlandweit.

Wäre der Montag nicht Rosenmontag, wäre vielleicht Alles einfacher

Solche Sturmlagen in den Anfängen des Jahres sind in der Regel nicht ungewöhnlich, zumal wir mit solchen Situationen, was Wind betrifft, ganz gut zurecht kommen. Dumm ist einfach nur, dass sich Petrus genau den Rosenmontag für sein Sturmtief ausgesucht hat. Die großen Karnevalsumzüge in Mainz, Düsseldorf und in Köln laufen genau an diesem Tag.

2016 hatten wir eine ähnliche Situation, welche zu vielen Absagen der Rosenmontagszüge führte. Sicherlich stellen sich einige die Frage, ab wann besteht bei einem Sturm Gefahr für die Bevölkerung? Nun, gerade bei Motivwagen die eine gewisse Höhe erreichen und meistens aus Pappe gefertigt werden, reicht teilweise schon eine Sturmböe von 75 km/h um diesem gefährlich zu werden. Letztendlich müssen die Verantwortlichen der Kommunen und Städte mit dem Veranstalter beraten, ob eine Veranstaltung stattfindet oder nicht.

Was könnte uns nach jetzigem Stand am Rosenmontag erwarten?

Nach dem ICON-EU-Modell müsste in der Mitte und im Süden verbreitet mit Sturm-, vereinzelt teils schweren Sturmböen von 80 bis 100 km/h gerechnet werden, örtlich auch darüber. Vor allem im Bergland wären auch orkanartige Böen und in exponierten Lagen sogar Orkanböen möglich. Wie es wirklich kommt, muss man abwarten. Fakt ist, dass neben dem eigentlich Sturmtief, eine Kaltfront ein weiteres Gefahrenpotential bringt. Bei eventuellem Auftreten von organisierten Schauer- oder sogar Gewitterlinien, besteht die Gefahr, dass der starke Höhenwind bis auf den Boden heruntergemischt wird, was lokal zu deutlich höheren Windböen führen kann.

JA! Am Rosenmontag sind auch Gewitter nicht ausgeschlossen, welche sich örtlich begrenzt bilden können. Ich möchte bewusst in diesem Artikel auf Modellkarten verzichten, die aktuell sowieso keine neue Erkenntnisse bringen. Ab morgen befinden wir uns in der Kurzfrist, dann wird man alle möglichen Variationen konkretisieren können.

Zum guten Schluss noch ein paar Sätze, die ich auf meiner Facebookseite veröffentlicht habe:

Langsam aber sicher müssen wir uns damit abfinden, dass es am Rosenmontag zu einer markanten Sturmlage kommen wird. Nach wie vor werden teils Böen um und über 100 km/h gerechnet. Sicherlich sind Intensität und Zugbahn noch nicht gesichert, aber windig bis stürmisch wird es. Letztendlich werden spätestens am Sonntag Verantwortliche von Festumzügen darüber nachdenken müssen, was sie tun, sollte sich an den Modellrechnungen nichts Gravierendes mehr ändern.

Allerdings kann schon eine Sturmböe von 70 km/h einen Motivwagen mit hohem Aufbau zu Fall bringen. Dazu simulieren die Modelle lokale Gewitter, die mit schweren Sturmböen einhergehen können. Alles Faktoren die es nicht einfacher machen.

Wir lesen schon seit Tagen wieder Sprüche wie “kommt eh nix” oder “Panikmache”. Für uns als Meteorologen ist primär wichtig, auf mögliche Gefahren aufmerksam zu machen. Dies tun wir anhand von Berechnungen aus Wettermodellen und weiteren Parametern. Was letztendlich wirklich passiert, können wir nur erahnen, aber nicht 100 Prozent wissen. In diesem Sinne, verfolgt weiterhin unsere Warnungen auf Unwetteralarm GmbH

 

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Über Angelo D Alterio 3910 Artikel
Seit 2013 bin ich verantwortlicher Gesellschafter bei der Unwetteralarm Schweiz GmbH. Meine Leidenschaft ist die Meteorologie. Meine Spezialgebiete sind neben Unwetterwarnungen, auch Marketing, Medienmeteorologie und Produktmanagement . Geboren in den 1970er Jahren im hessischen Bad Vilbel