Schauer und Gewitter am Sonntag, Tief Christiane kommt!

Vor allem am Sonntag steigt das Schauer und Gewitterrisiko in ganz Deutschland deutlich an. Das Tief Christiane zieht mit dessen Ausläufer über die Republik und sorgt örtlich für teils kräftige Regengüsse.

Aktuell wird das Wetter durch eine “dreier” Konstellation bestimmt. Im Norden des Landes sorgt das Tief Beate für derzeitige, Schauer und eher wechselhaftes Wetter. Im Süden des Landes werden vor allem am Alpenrand im Tagesverlauf teils kräftige Schauer und Gewitter erwartet. Dafür verantwortlich ist das Tief Anja. Im Westen und der Mitte des Landes hingegen sorgt der Einfluss von Hoch Albrecht weiterhin für trockenes und hochsommerliches Wetter. Zum Sonntag erfassen die Ausläufer von Tief Christiane zunächst den Westen von Deutschland, dabei kommt es vermehrt zu kräftigen Regengüssen und Gewitter. Wo Sie überall mit Gewittern am Sonntag rechnen müssen, erfahren Sie im folgenden Artikel

Luftdruckverteilung Europa 24.07.2020

Die aktuelle Luftdruckkarte für Europa zeigt die derzeitige Verteilung der Hoch und Tiefdruckgebiete, welche auf Deutschland Einfluss nehmen. Im Norden und Süden meist wechselhaft, im Westen und  in der Mitte des Landes stabiles Hochdruckwetter.

Am Sonntag steigt das Schauer und Gewitterrisiko über Deutschland an

Zum Sonntag, sorgt ein neues Tiefdruckgebiet mit dem Namen Christiane für Schauer und teils kräftige Gewitter, welche schon am Sonntagmorgen im Westen des Landes ankommen. Im weiteren Verlauf des Tages zieht die Front weiter in Richtung Osten. Allzu viel Regen wird jedoch nach jetzigem Stand nicht vom Himmel fallen. Eine örtliche Unwettergefahr ist nicht ausgeschlossen.

Schon in der Nacht zum Sonntag greift die Front von Tief Christiane auf den Westen von Deutschland über. Zunächst bleibt es bei schauerartigem Regen, so sieht es aktuell das ICON EU Modell des Deutschen Wetterdienstes. Diese Front zieht im weiteren Verlauf in Richtung Osten.

Am Vormittag des Sonntages, bilden sich nach jetzigem Stand die ersten Gewitter im Westen und Südwesten des Landes, welche mit Starkregen und kleinem Hagel einhergehen können. Eine örtliche Unwettergefahr kann dabei nicht ausgeschlossen werden. 

Gegen Mittag ziehen die Gewitter weiter in die Mitte und den Norden. In einer Linie von Hamburg über Hannover bis nach Hessen und  Bayern steigt nun das Risiko von Gewittern an. Neben Starkregen ist auch hier kleiner Hagel und Sturmböen in Gewitternähe möglich. Am späten Nachmittag und Abend kommen die Gewitter in Nordosten und Osten an. Eine Konkretisierung ist am Samstag vonnöten. Die Kurzfristmodelle geben weitere Anhaltspunkte über intensiv und Zugbahn der Gewitter, wobei man nie zu 100 Prozent sagen kann, wo und wann Gewitter auftreten. 

 

Gewittervorschau für das Wochenende

Am Freitag vom Bodensee und dem Alpenrand bis hin zum Bayerischen Wald und zur Oberpfalz einzelne Gewitter, dabei Starkregen und kleinerer Hagel möglich. Unwetter durch heftigen Starkregen wenig wahrscheinlich. Der Samstag bleibt nach jetzigem Stand eher ruhig.

Am Sonntag von West nach Ost Durchzug von schauerartig verstärktem Regen. Dabei einige markante Gewitter mit Starkregen, stürmischen Böen oder Sturmböen sowie kleinerem Hagel. Lokale Unwetter nicht ausgeschlossen, insgesamt aber nur wenig wahrscheinlich. Am Montag wahrscheinlich keine markanten Wettererscheinungen.

 

Über Angelo D Alterio 4291 Artikel
Seit 2013 bin ich verantwortlicher Gesellschafter/Meteorologe bei der Unwetteralarm Schweiz GmbH und beim regionalen Wetterdienst WetterauwetterTV Meine Spezialgebiete sind neben allgemeinen Unwetterwarnungen, Sturm und Orkan Vorhersagen. Des Weiteren arbeite ich als Medienmeteorologe für regionale Radiosender. Geboren in den 1970er Jahren im hessischen Bad Vilbel.