Sturm Friederike sorgt heute für schweren Sturm über Deutschland

Das Sturmtief Friederike zieht heute im Tagesverlauf mit seinem Kern von Westen nach Osten.Südlich des Tiefs besteht die Gefahr von Sturm- und Orkanböen sowie Starkregen. Nördlich kommt es zu kräftigen Schneefälle kommen.

Am Donnerstagfrüh treten in der Westhälfte Niederschläge auf, die anfangs oberhalb von 200 bis 400 Meter als Schnee fallen. Dabei liegen die Neuschneemengen meist zwischen 2 und 5, in Staulagen um 10 cm. Sonst gibt es nur einzelne Schneeschauer.

Achtung ! Ab dem Vormittag von Westen her schwerer Sturm !

Tagsüber breitet sich das Sturmfeld rasch weiter nach Osten und Süden aus. Südlich einer Linie etwa vom Emsland bis nach Südbrandenburg treten dann verbreitet Sturmböen Bft 8 bis 9, in exponierten Lagen sowie im Bergland schwere Sturmböen in Gipfellagen Orkanböen .

Das Windmaximum wird im Westen ab dem späten Vormittag, weiter östlich am Nachmittag bzw. Abend erwartet. Dann muss in einem breiten Streifen etwa vom südlichen Emsland und Nordrhein-Westfalen bis ins südliche Brandenburg, nach Sachsen und Oberfranken mit schweren Sturm- und orkanartigen Böen gerechnet werden.

In exponierten Lagen und in Verbindung mit Schauern sind Orkanböen nicht auszuschließen. Entsprechende Unwetterwarnungen sind bereits aktiv. Der Wind dreht von Südwest auf West bis Nordwest.

Weiter nach Süden können im Tagesverlauf mit Passage der Kaltfront in Verbindung mit Schauern oder Gewittern ebenfalls orkanartige Böen bis in tiefe Lagen auftreten.

Auch im Nordwesten sind am Nachmittag und Abend rückseitig der Kaltfront einzelne Gewitter in Verbindung mit Orkanböen nicht ausgeschlossen. Vergleichsweise windschwach bleibt es nur ganz im Norden und Nordosten. Einzig an der See treten zeitweise starke bis stürmische Böen  aus Nordwest bis Nord auf. Am späten Nachmittag und am Abend schwächt sich der Wind im Westen deutlich ab.

Achtung im Norden starker Schneefall !

Im Norden und Nordosten kommen kräftige Schneefälle auf. Bis zum Abend fallen bis 5 cm, lokal auch um 10 cm Schnee, wobei die Neuschneemengen teils innerhalb weniger Stunden auftreten können.

Auch in den Hochlagen der nördlichen und zentralen Mittelgebirge sind um 5, in Staulagen auch bis 10 cm Neuschnee zu erwarten, bevor dort mit steigender Schneefallgrenze die Niederschläge vorübergehend in Regen übergehen. Im Osten und Südosten kann es vor allem im Bergland längere Zeit schneien mit 2 bis 5, örtlich um 10 cm Neuschnee. Im Bergland besteht die Gefahr von Schneeverwehungen.

 

ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren: Es können zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!

Veröffentlicht am 18.01.2018 06:10 von Angelo D Alterio

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Seit 2013 bin ich verantwortlicher Gesellschafter bei der Unwetteralarm Schweiz GmbH. Meine Leidenschaft ist die Meteorologie. Meine Spezialgebiete sind neben Unwetterwarnungen, auch Marketing, Medienmeteorologie und Produktmanagement . Geboren in den 1970er Jahren im hessischen Bad Vilbel