Sturmböen in den höheren Lagen der Mittelgebirge und über der Nordsee sowie an einer Kaltfront ! 17.11.2016 Update

Aktualisiert am : von Udo Karow

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Akutwarnung Stufe Orange ( markant ) wegen der Möglichkeit von Sturmböen um 80 km/h !

Akutwarnung Hochlagen oberhalb 800 Meter Stufe ROT wegen der Möglichkeit schwerer Sturmböen um 100 km/h !

Vorwarnung vor möglichen Sturmböen um 80 km/h im Bereich einer Kaltfront am Freitagmorgen und dem Vormittag !

Vorwarnung vor ergiebigen Dauerregen !

 

Updatezeit um 18:00 Uhr von Udo Karow, Vorhersageredaktion !

 

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Auf dem  Satellitenbild sieht man ein Sturmtief das aktuell über der Nordsee liegt. Dieses Tief bewegt sich mit der Höhenströmung weiter in Richtung Dänemark und Südschweden. Vorderseitig wurde bislang Warmluft zu uns geführt und hinter der Kaltfront setzt Kaltluftzufuhr ein. Die Wettermodelle rechnen im Vorfeld der Kaltfront eine mögliche Labilisierung. Dabei könnte es zu einer möglichen vertikalen Umlagerung der Luftmasse kommen. Mittels einem vertikalen Impulstransport können die Höhenwinde von 100 km/h und mehr herabgemischt werden. Somit besteht im direkten Umfeld der Kaltfront die Gefahr von Sturmböen, eventuell schwere Sturmböen bis teilweise sogar in die Niederungen. Hinter der Front setzt bei schlagartiger Winddrehung eine Windabschwächung ein. Die Kaltfront bringt auch einiges an Regen mit.

 

Somit muss in den höheren Lagen der Mittelgebirge sowie an der Nordsee und auf den vorgelagerten Inseln mit stürmischen Böen teils auch Sturmböen gerechnet werden. Auf Helgoland sind auch schwere Sturmböen möglich. Schwere Sturmböen sind auch auf dem Brocken möglich. Bereits am Freitagmorgen sind dann im Bereich der Kaltfront Sturmböen auch in niedrigere Regionen möglich und im Bereich von Schauern. Kurze Gewitter sind nicht auszuschliessen. Unter Umständen sind bei kräftiger Entwicklung auch schwere Sturmböen möglich. Die Kaltfront zieht im Tagesverlauf weiter ostwärts was eine Verlagerung der Warnung notwendig machen wird. Zudem kann es zu kräftigen Regenfällen im Bereich der Kaltfront kommen.

 

Im Modellvergleich gibt es vor allem beim zeitlichen Ablauf Unterschiede aber auch bei der Intensität der Kaltfront. GFS rechnet sogar mit einem weiteren Teiltief das über das südliche NRW ostwärts ziehen soll. Somit gibt es noch gewisse Unsicherheiten. Somit wird es bei einer neuerlichen Änderung ein weiteres Update geschaltet.

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Meine Spezialgebiete: Synoptik,Radarmeteorologie,Satellitenmeteorologie, Karten lesen und analysieren, Radiosondenaufstiege auswerten