Sturmlage am Rosenmontag schwierige Einschätzung

Seit Tagen berichten wir über die mögliche Sturmlage am Rosenmontag, eigentlich ist es ja nur ein ganz normaler Sturm, aber in Anbetracht der Tatsache das eben Rosenmontag ist und vor allem in Mainz.Köln und Düsseldorf die großen Motivwagen auf die Strecke gehen, wiederum mit Bedenken zu sehen.  Die Wettermodelle sind sich auch bis dato noch nicht wirklich einig, so wurde ganz am Anfang von einem Modell sogar ein Horror-Szenario mit Orkanböen über Nordrhein Westfalen simuliert, dies ist glücklicherweise vom Tisch. Seit dem letzten Modellupdate ist nun Mainz in den Focus gerückt, dort werden derzeit Spitzenböen bis 100 kmh simuliert, das wäre für einen Motivwagen und deren Besucher nicht wirklich gut.Schon am  Rosenmontag in den Morgenstunden wird der Wind im Westen von Deutschland spürbar zunehmen und schon bald folgt die Kaltfront des Tiefs, die bis zum Mittag voraussichtlich die großen Karnevalshochburgen im Westen bereits überquert hat. Damit wird es einen ersten Höhepunkt des Sturms geben. Ein weiteres Problem, dass sich darstellt ist die labile Höhenkaltluft, die werden sehr wahrscheinlich kräftigen Regen unter Umständen auch Gewitter auslösen.

Fazit von Fabian Ruhnau (Kachelmannwetter): Wenn überlegt wird Veranstaltungen wegen Sturm abzusagen, erwarten viele vermutlich einen riesen Sturm oder gar Orkan, wie Kyrill oder ähnliche historische Ereignisse. Das wird am Montag nach aktuellem Stand nicht der Fall sein. Die Windböen werden in den meisten Gebieten nicht stärker sein, als bei einem „normalen“ Sturm, wie er öfter im Herbst und Winter vorkommt. Aber: Örtlich sind in kräftigen Regenschauern und kurzen Gewittern auch stärkere Böen mit Windstärke 10 möglich (90 km/h und mehr)!

Fazit von Thomas Sävert (Kachelmannwetter) : Als kleine Ergänzung noch dies: Auch wenn die Modelle mal etwas schwächer rechnen, bedeutet dies noch keine Entwarnung. Denn wir haben es mit einer sehr labilen Lage zu tun. Zuerst kann sich an der Kaltfront eine Linie mit kräftigen Schauern und einzelnen Gewittern bilden, später am Tage sind im Nordwesten und Westen kräftige Schauer und einzelne Gewitter in der Höhenkaltluft drin. In beiden Fällen sind lokal eng begrenzt schwere Sturmböen möglich, die von den Modellen gar nicht ausreichend erfasst werden (können). Sogar die Tornadogefahr ist leicht erhöht, ich wollte das nur noch nicht so groß fahren, weil es einfach noch zu früh ist. Morgen lässt sich dazu vielleicht mehr sagen.

Wir werden Sie selbstverständlich weiter auf dem laufenden halten. Ob die Karnevalszüge nun stattfinden oder wie in den Medien teilweise berichtet, abgesagt werden, wird wohl letztendlich kurzfristig von den Verantwortlichen der Städte entschieden.

sturmvorschau

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Über Angelo D Alterio 2680 Artikel
Seit 2013 bin ich verantwortlicher Gesellschafter bei unwetteralarm.com Wetter und Unwetter ist eine Leidenschaft von mir. Geboren 1970 im hessischen Bad Vilbel.