Sturmtief „Frank“ fegt über den Norden von Deutschland

Die Karte zeigt ein Orkantief das sich auf das nördliche Skandinavien zu bewegt. Es trägt den Namen Frank. Auf der linken Seite der Karte sehen wir den ehemaligen Hurrikan Kate. Südeuropa liegt unter Hochdruckeinfluss. Zwischen den britischen Inseln und Frankreich baut sich in der Höhe ein starker Temperaturgradient auf. So werden über Großbritannien Höhentemperaturen in 500 hPa von – 35 bis -38 Grad gerechnet und über der Mitte Frankreichs um -20 Grad sowie -15 Grad Richtung Spanien. Hier in dieser Drängungszone ( Linien liegen eng beieinander ) liegt die Polarfront die polare Kaltluft von subtropischer Warmluft trennt. Dabei gelangt zunächst milde Luft im Warmsektor des Tiefs nach Norden bevor hinter der Kaltfront polare Kaltluft folgt. Hierbei entsteht zwischen Meerwasser und der Höhe ein deutlicher Temperaturgradient der für eine Destabilisierung der Luftmasse sorgt was sich in kräftigen Schauern und kurzen Gewittern bemerkbar machen wird. Die Kaltfront ist recht zügig unterwegs und schiebt sich wie ein Keil unter die Warmluft. Diese wird dadurch gehoben was für schichtförmige Bewölkung sorgt. Je nähe die Kaltfront kommt desto eher bilden sich mächtige Haufenwolken die sich dann in kräftigen Schauern und Gewittern entladen können. Durch den sogenannten vertikalen Impulstransport wird der starke Höhenwind nach unter gemischt was dann für Schauer- und Gewitterböen sorgt. Man nennt diese konvektive Böen. Diese Böen können heute Abend durchaus die Stärken 9 bis 10 eventuell auch 11 oder 12 erreichen. Dieses besonders im Norden und auf dem Brocken. Im Tiefland sind meist starke bis stürmische Böen lokal Sturmböen möglich von 50 bis 80 km/h. Im Süden von Deutschland bekommt man dank des Hochs kaum was davon mit.
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Über Angelo D Alterio 2489 Artikel
Seit 2013 bin ich verantwortlicher Gesellschafter bei unwetteralarm.com Wetter und Unwetter ist eine Leidenschaft von mir. Geboren 1970 im hessischen Bad Vilbel.