Sturmtief VAIA erreicht am Dienstag Deutschland mit Sturm, Schnee und Wärme

Aktuell wütet das Sturmtief VAIA noch im Mittelmeerraum. Besonders Italien, Kroatien, Österreich und die Schweiz sind davon betroffen. Am morgigen Dienstag bekommen auch wie hier in Deutschland mit diesem Sturmtief zu tun. Vor allem im Westen von Deutschland kann es örtlich recht stürmisch werden. Im Osten hingegen kommt es in der Nacht zum Dienstag zu einer unheimlichen Wärme.

Das Sturmtief VAIA, das am Wochenende bereits im westlichen Mittelmeerraum und am südlichen Alpenrand schwere Schäden angerichtet hat, zieht am Dienstag über den Süden und Westen Deutschlands hinweg zur Nordsee. Es bringt das Wettergeschehen bei uns reichlich durcheinander, von Schnee in der Eifel bis Temperaturen um 20 Grad im Osten ist fast alles dabei. Dazu kommt in einigen Regionen noch stürmischer Wind mit örtlich schweren Sturmböen. In den Alpen droht schwerer Föhnsturm mit Sturmböen örtlich bis ins Alpenvorland.

Im Westen teils Schneefall bis in tiefe Lagen möglich

Das Tief zieht genau über Deutschland hinweg in Richtung Norden bis Nordwesten. An seiner kalten Westseite fallen länger anhaltende Niederschläge, die in den Mittelgebirgen ab 500 bis 600 Meter zumindest zeitweise als Schnee fallen können. In der Eifel kann die Schneefallgrenze gebietsweise vorübergehend sogar bis etwa 300 Meter oder sogar noch darunter sinken.

Hier kann es damit teils bis in die Täler schneien. Vor allem in höheren Lagen muss mit glatten Straßen und Wegen durch Schnee und Schneematsch gerechnet werden. Im Tagesverlauf steigt die Schneefallgrenze aber langsam wieder an. Die Höchsttemperaturen liegen hier nur bei 2 bis 6 Grad. An der Ostseite des Tiefs setzt sich trockenere und deutlich wärmer Luft durch, die sich bereits ab der Nacht zum Dienstag bemerkbar macht. Im Laufe der Nacht steigen die Temperaturen an und tagsüber am Dienstag sind im Osten bis zu 22 Grad möglich.

Am Dienstag bis in tiefe Lagen stürmisch im Bergland auch Sturmböen

Ein großes Thema wird am Dienstag auch der Wind. Er frischt in mehreren Regionen stürmisch auf. An der Nordseite des Tiefs weht an Nord- und Ostsee starker östlicher bis nordöstlicher Wind mit stürmischen Böen, örtlich auch mit Sturmböen.

An der Ostseite des Tiefs herrscht in den Alpen starker Föhnsturm mit teils schweren Orkanböen in den Hochlagen der Alpen und Böen bis Sturmstärke, wo der Föhn bis in die Täler durchbricht. Vereinzelt sind sogar in tiefen Lagen schwere Sturmböen nicht ausgeschlossen. Teils schwere Sturmböen sind auch in allen östlichen Mittelgebirgen möglich, im Lee des sächsischen Berglandes kann es auch bis in tiefe Lagen einzelne Sturmböen geben. Hier nennt man dieses Phänomen auch Böhmischen Wind.

Über Angelo D Alterio 3727 Artikel
Seit 2013 bin ich verantwortlicher Gesellschafter bei der Unwetteralarm Schweiz GmbH. Meine Leidenschaft ist die Meteorologie. Meine Spezialgebiete sind neben Unwetterwarnungen, auch Marketing, Medienmeteorologie und Produktmanagement . Geboren in den 1970er Jahren im hessischen Bad Vilbel