Sturmwarnung! Dienstag Sturmböen, kräftige Schauer und einzelne Gewitter möglich!

Aktualisiert am : von Angelo D Alterio

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Akutwarnung Sturm / Orkan Stufe ” ORANGE ” : In den Hochlagen der Mittelgebirge zunehmender Wind und Gefahr von Sturmböen in der kommenden Nacht !

Vorwarnung Sturm / Orkan Stufe ” ROT ” : In den Gipfellagen des Schwarzwaldes sowie dem Brocken eventuell auch der Hocheifel schwere Sturmböen teils orkanartige Böen Stärke 10 bis 11 möglich !

Vorwarnung Sturm / Orkan Stufe ” ORANGE ” : Es treten am Dienstag Sturmböen auch in den Niederungen von 70 bis 80 km/h auf !

Vorwarnung Starkregenschauer / Gewitter Stufe ” ORANGE ” : Es können einzelne kräftige Schnee,- Schneeregen,- Regen,- oder Graupelschauer sowie Gewitter auftreten. Dabei teils kräftige Niederschläge und Sturmböen möglich, schwere Sturmböen nicht ausgeschlossen!

Wetterhinweise : Vielerorts wird es stark windig mit Böen von 50 bis 60 km/h. Im weiteren verlauf sinkt die Schneefallgrenze und somit steigt in den Hochlagen das Schneerisiko. Zudem sind bei kräftigen Schauern auf Graupel und Nassschnee in tiefen Lagen möglich, Glättegefahr !

 

Die Wetterlage

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Deutschland befindet sich am Dienstag unter dem Einfluss eines Tiefdrucksystems bei Island. Dabei überqueren uns die Fronten eines kleinen Randtiefs, das mit seinem Kern über die Nordsee ostwärts zieht. Dahinter wird vor allem in der Höhe Kaltluft zugeführt, was eine Höhenkaltluft von -33 bis -37 Grad bringen könnte. In 850 hP ( Lage der planetarischen Grenzschicht ) herrschen voraussichtlich Werte von -3 bis -6 Grad. Dadurch entsteht ein vertikaler Temperaturunterschied von ca. -30 Grad was eine deutliche Labialisierung zur Folge hat. Dadurch können sich starke Quellwolken entwickeln bis hin zu möglichen Wintergewittern mit Graupel oder auch Schnee bis ganz runter. Durch einen vertikalen Impulstransport können Höhenwinde herabgemischt werden und dementsprechend in Schauer,- oder Gewitternähe Sturmböen oder auch schwere Sturmböen auslösen. Durch einen horizontalen Druckunterschied sind aber auch außerhalb der Schauer und Gewitter Sturmböen möglich.

Es zeigt sich zwar vor allem über der Südhälfte Deutschlands eine deutliche vertikale hochreichende Scherung von 20 bis 30 m/s aber durch niedrige Werte des Energiegehaltes Cape, könnte sich die vertikale Windscherung als zu stark erweisen und dementsprechend Aufwinde zerreißen was eine kräftige Gewitterentwicklung unterdrückt. Vor allem zeigt sich die Scherung auch in der 0 – 3 km Helizity von NRW bis Baden Württemberg mit Werten von 200 bis sogar 400 m2/s2. Der Superzellenparameter allerdings schlägt nur im Bereich des Schwarzwaldes an was jedoch fraglich sein sollte. Auch das Tornadorisiko ist leicht erhöht, dieses ebenfalls im Südwesten. Wie schon erwähnt, kann jedoch die stark ausgeprägte vertikale Windscherung zu stark für kräftige konvektive Entwicklungen erweisen. Allerdings kann es reichen , den Mittelwind in 850 hPa von 80 bis 100 km/h herunter zu mischen, wodurch es dann in Schauer- und Gewitternähe ungemütlich werden kann.

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Über Udo Karow 1730 Artikel
Meine Spezialgebiete: Synoptik,Radarmeteorologie,Satellitenmeteorologie, Karten lesen und analysieren, Radiosondenaufstiege auswerten