Umstellung auf zyklonale Westwetterlage am Wochenende

Am kommenden Wochenende wird sich wieder die altbekannte Westwetterlage einstellen. Dabei bildet sich zwischen dem Islandtief und dem Azorenhoch ein horizontaler Druckgradient aber auch ein deutlicher Gradient des Geopotentials. Hier finden wir in der Höhe den Jetverlauf. Im hinteren Bereich des Hochs und Tiefs strömen Kaltluft und Warmluft aufeinander. Hier findet sich die Frontalzone an der sich dann Tiefdruckgebiete entwickeln können. Dabei steigt dann die Luft nach oben und der Luftdruck sinkt. Auf der Vorderseite strömen die Luftmassen auseinander was ein Absinken zur Folge hat. Der Luftdruck steigt. Je stärker der Druckgradient und der Gradient des Geopotentials ist desto stärker ist die Strömung. Zwischen beiden Druckgebilden wird milde und feuchte Atlantikluft nach Europa geführt. Der NAO-Index zeigt einen deutlichen Trend zu positiven Werten bis zur ersten Dezemberdekade. Danach zeigt sich ein Trend zum Negativen was aber nicht sicher ist. Bei positiven NAO zeigt sich die typische Westlage mit gestärktem Islandtief und starkem Azorenhoch. Beim negativen würde sich unter Umständen ein kräftiges blockierendes Hoch auf dem Atlantik ausbilden und die Tiefdrucktätigkeit zöge sich z.B. in den Mittelmeerraum zurück. Für Deutschland bedeutet der negative NAO-Index ( meisstens ) sehr kaltes Wetter durch Nord,- oder einer Ostströmung. Bei positiven NAO würde sich dementsprechend windiges wechselhaftes und regnerisches Wetter mit milderen Temperaturen einstellen. Bei einem stark negativen NAO-Index wäre sogar eine recht intensive Westwetterlage denkbar mit der dementsprechenden hohen Sturmgefahr.Das europäische Modell zur Mittelfristvorhersage sieht bis einschließlich Nikolaus 06.12.2015 den Fortbestand der Westwetterlage mit einem deutlich erhöhten Potential für mögliche Stürme. Durch die Westwetterlage wird es sehr wechselhaft und regnerisch zu gehen. Dabei schwankt die Schneefallgrenze. Zum einen in Warmsektoren der Tiefs auf über 500 oder gar 1000 Meter und in den Kaltsektoren hinter den Kaltfronten auf 500 bis 300 Meter.Die Gefahr für signifikante Wetterereignisse ist vor allem beim Wind aber auch beim Regen gegeben.

Westwetteralage am Wochenende

Über Angelo D Alterio 2680 Artikel
Seit 2013 bin ich verantwortlicher Gesellschafter bei unwetteralarm.com Wetter und Unwetter ist eine Leidenschaft von mir. Geboren 1970 im hessischen Bad Vilbel.