Unwettergefahr ? Wo bleibt der Winter in Deutschland ?

Tja wo bleibt er denn nun der Winter ? Diese Frage lässt sich nicht beantworten. Nach den aktuellen Modellrechnungen bleiben wir erst einmal in der milden Suppe. In der Mittelfrist deutet sich sogar eine Westwetterlage an wo eventuell auch die Sturmgefahr ansteigt. Weiterhin sieht es so aus als ob uns immer wieder Tiefausläufer und Zwischenhochs überqueren. So wird im Wochenverlauf Deutschland unter einem hochreichenden Tief liegen. Eine #Unwettergefahr sehe ich definitiv nicht. Zum folgenden Wochenende sieht es dann so aus als ob sich auf dem Atlantik ein Trog entwickelt von dem ein Tief abtropft und im weiteren Verlauf aus dem Trog eine Westströmung wird mit einer deutlichen Tiefdruckaktivität über dem Ostatlantik, Island und Westeuropa. Der Jet in 300 hpa würde eine Ausrichtung Ostatlantik – Mitteleuropa bekommen. Das heisst das Tiefs immer wieder nach Mitteleuropa herein-ziehen und Regen sowie Wind mit sich bringen. Ob die Situation bestand hat bleibt abzuwarten. Ein Wintereinbruch ist jedoch klar nicht in Sicht. das Bild zeigt im groben die mögliche Situation.

Die sogenannte Westwetterlage ist eine recht häufige Wetterlage in Europa in der vom Atlantik feuchte und teils milde Luft zu uns geführt werden. Im Winter bedeutet diese lage wechselhaftes teils regnerisches Wetter mit Warmluftzufuhr und rückseitiger kaltluftzufuhr. Zusätzlich ist Wind ein Thema. Jedoch ganz klar kein Winterwetter aber dennoch typisch für ein vom Atlantik geprägtes Klima.

Eine konkrete Unwettergefahr ist jedoch nicht in Sicht. Während der Hochdruckphasen ist jedoch Nebel ein beherrschendes Thema.

Auch der NAO-Index ( North Atlantik Oscillation ) zeigt keinen Hinweis auf deutlich kühleres Wetter. Der NAO-Index beschreibt den Druckunterschied zwischen Islandtief und Azorenhoch. Ist der Index positiv so ist ein stabileres Islandtief und Azorenhoch wahrscheinlich und dabei wird es eher mild regnerisch und windig bleiben. Ein negativer Index deutet auf umgekehrte Verhältnisse hin mit möglichen Hochdruck im Bereich Island und Westeuropa und Tiefdruck im Süden und dem Mittelmeerraum. Für uns ist ein negativer Index ein möglicher Kälteindikator. Aktuell sieht der Forecast einen leicht positiven Index. Auf den Karten habe ich mal grob diesen NAO eingezeichnet. So kam es bei einem deutlich negativen Nao-Index oftmals zu sehr kalten und trockenen Wintern mit strengen Frösten. Viele starke Sturmlagen waren mit einem deutlich negativen Nao-index verbunden. Aktuell ist er eher leicht positiv. Je intensiver die Vorzeichen desto stärker der Druckgradient zwischen Island und den Azoren.
Wo ist der Winter ?

10382575_1527823037461194_3227217897872378306_o

1403012_1527823020794529_5167968556637242973_o

Hat dir dieser Artikel gefallen ? Dann freuen wir uns über deine Bewertung
[Total: 0 Durchschnitt: 0]
Über Angelo D Alterio 2186 Artikel
Seit 2013 bin ich verantwortlicher Gesellschafter bei unwetteralarm.com Wetter und Unwetter ist eine Leidenschaft von mir. Geboren 1970 im hessischen Bad Vilbel.