Update ! Unwetterwarnung Alpenrand wegen hoher Schneemengen

Unwetterwarnung Starkschneefall / Dauerschneefall Stufe ” ROT ” : Auch weiterhin bleibt die Unwetterwarnung wegen der Schneefälle am Alpenrand bestehen! In den kommenden 24 Stunden sind weitere 30 bis 50 cm Neuschnee nicht auszuschließen! Durch kräftige Winde kann es zu Verwehungen kommen! Die Lawinengefahr in den Alpen ist hoch!

Warnung Starkschneefall / Dauerschneefall Stufe ” ORANGE ” : Es kommt zu Schneefällen von 20 bis 40 cm in den nächsten 24 Stunden! Es besteht hohe Gefahr durch Schneeglätte! Verwehungen sind möglich !

Wetterhinweise: Im Süden sind Schneefälle und Glätte möglich! Die Schneefallgrenze sinkt allmählich auf 300 bis 500 Meter ab! Im Nordstau des Sauerlandes kann sich eine Dauerregensituation einstellen, mit Mengen von 10 bis 20 mm / 24 Stunden !

 

Die Wetterlage :

Deutschland liegt heute weiterhin zwischen einem ausgeprägten hochreichendem Tiefdrucksystem über Südosteuropa und einem ausgeprägten Hoch über Westeuropa mit korrespondierendem Höhenrücken. Zwischen beiden Druckkomponenten herrschen weiterhin nördliche Strömungen, die sich auch in der Höhe fortsetzen. Hierdurch bleibt an den Alpen die Stauniederschlagsituation bestehen und auf den Alpengipfeln bleibt die Sturmsituation bestehen.

Durch den ergiebigen Schneefall ist die Lawinengefahr sehr hoch. Der Jetstream wird durch den Höhenrücken zunächst vom Atlantik nach Island gelenkt. Dann schwenkt dieser über der norwegischen See südwärts, teilt sich jedoch und fließt um ein weiteres Höhenhochsystem über Skandinavien herum. Dieses Starkwindband ist von Interesse, denn über dem Atlantik formiert sich ein Bodentief, das dem Jetstream folgt und unter Intensivierung in den kommenden Tagen als Sturmtief zum Baltikum zieht und auch das Wetter über Deutschland beeinflussen kann. Je nach Zugbahn kann dabei mit einer nördlichen Strömung Kaltluft polaren Ursprungs zu uns geführt werden und durchaus Schneefälle bringen. Jedoch kann auch eine mildere Variante nicht ausgeschlossen werden.

Für die Nordlichter kann sich dabei ein Nordsturm einstellen, mit der Gefahr einer Sturmflut, was aber abzuwarten bleibt. Das Hochdrucksystem über Westeuropa bleibt weiter bestehen, verlagert sich jedoch etwas südwärts Richtung Biskaya. Für den Süden bleibt auch mit dem möglichen neuen Tief die nördliche Strömung vorhanden. Ob dieses in weitere Schneefälle mündet bleibt abzuwarten. In den Mittelgebirgen kann sich mit dem neuen Tief ebenfalls eine Einwinterung einstellen.

Die genaue Zugbahn ist aber noch nicht zu 100 % sicher und es bleibt zunächst abzuwarten, wie sich die Wetterlage in der kommenden Woche entwickeln wird. Synoptisch haben wir es aktuell mit einer Blockadelage durch ein Hoch in Großbritannien zu tun. Für uns bedeutet das eine überwiegend antizyklonale Nordlage mit Stauniederschlägen an den Alpen und feuchtmilder Meeresluft im Westen und Norden. Zur Zeit bleibt aber auch die zyklonale Komponente aus Osten bestehen, wodurch weiterhin Wolkenbildung und Niederschlag eine Rolle spielen.

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Über Udo Karow 1614 Artikel
Meine Spezialgebiete: Synoptik,Radarmeteorologie,Satellitenmeteorologie, Karten lesen und analysieren, Radiosondenaufstiege auswerten