Update ! Weiterhin Unwetterlage durch hohe Schneemassen !

Unwetterwarnung Starkschneefall / Dauerschneefall Stufe ” ROT ” : An den Alpen und im Erzgebirge besteht weiterhin die Unwetterlage durch erhebliche Schneemengen ! In den Alpen besteht die höchste Lawinengefahrenstufe !

Wetterwarnung Starkschneefall / Dauerschneefall / Glätte Stufe ” ORANGE ” : Es treten weitere Schneefälle und Schneeglätte auf !

Wetterhinweise : Verbreitet Gefahr durch Glätte / Schneeglätte !

Vorwarnung : Aus Nordwest am Abend / Nacht aufkommender Schneefall, später in Regen übergehend. Im Übergangsbereich Gefahr durch Glatteisregen !

 

Die Wetterlage :

Deutschland liegt auch heute auf der Vorderseite eines kräftigen Hochs mit Kern bei Irland. Dabei wird vor allem der Süden und Südosten von einem Tiefdrucksystem über dem östlichen Mittelmeerraum beeinflusst. Hierdurch gelangt feuchtkalte Luft in den Vorhersageraum und sorgt weiterhin für Schneefall. Aus Nordwesten nähert sich eine Warmfront, die zu einem Sturmtief mit Kern nördlich von Skandinavien gehört. Diese Warmfront bringt im Tagesverlauf zunächst Schneefall der dann in Regen übergeht. Im Übergangsbereich zwischen Kaltluft und der Warmluft kann es lokal auch zu Glatteisregen kommen.

In der Höhe zeigt sich über Deutschland der Jetstream der von Nordost nach Südwest gerichtet ist. Dabei liegen wir zwischen einem Höhenrücken im Nordwesten und einem Trog im Südosten. Der Trog sorgt dafür, das das Bodentiefdrucksystem aufrecht gehalten wird während der Höhenrücken das britische Hoch stützt. Die Strömungskomponenten in Höhe und Bodennähe sorgen für weitere Stauniederschläge am Erzgebirge und an den Alpen. Durch Absinken ist in den anderen Gebieten ein nachlassen der Niederschläge zu erwarten.

Am Freitag liegt die erwähnte Warmfront genau über Deutschland und sorgt auf der Vorderseite für Aufgleitniederschläge in Form von Schnee während es im Übergangsbereich zu Glatteisregen oder Schneeregen kommt. Dabei sind im Nordwesten Temperaturen von + 7 Grad zu erwarten während es im Südosten bei Dauerfrost bleibt. Durch ein kleines Bodenhoch über Bayern besteht die Chance, das die Schneefälle an den Alpen nachlassen. Das Mittelmeertiefdrucksystem verlagert sich in Richtung Türkei und somit reisst die Zufuhr der Feuchtigkeit aus dem Mittelmeerraum allmählich ab.

Am Samstag erreicht die Warmfront mit neuen Schneefällen die Alpen und nachfolgend wird für ein Ansteigen der Schneefallgrenze gesorgt. Von Nordwesten nimmt in den Hochlagen und an der Küste der Wind deutlich zu und es drohen Sturmböen. Am Sonntag ist dann eine Sturmlage vor allem in den Hochlagen und an den Küsten möglich bei der es aufgrund einer neuen nördlichen Strömungsvariante wieder eine Sturmflut geben könnte. Die Schneefallgrenze steigt auf 600 bis 1000 Meter an und in den Niederungen gibt es deutliche Plusgrade von 5 bis 8 Grad mit dementsprechenden Tauwetter.

Ab Montag ist dann unsicher wie es weitergeht. Nach dem deutschen Globalmodell verlagert sich das Hoch über Westeuropa südwärts Richtung Biskaya und somit könnten neue Fronten auf Deutschland aus Westen übergreifen mit einem ausgedehnten Warmsektor. Vor allem in der Osthälfte käme zunächst Kaltluft mit absinkender Schneefallgrenze an. In wie weit diese Absinkt bleibt abzuwarten. Wie sich das auf die Alpengebiete auswirkt ist ebenfalls nicht sicher aber oberhalb 800 / 1000 Meter sind weitere Schneefälle möglich.

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Über Udo Karow 1614 Artikel
Meine Spezialgebiete: Synoptik,Radarmeteorologie,Satellitenmeteorologie, Karten lesen und analysieren, Radiosondenaufstiege auswerten