Update ! Weiterhin Unwetterwarnung für die Alpen und Voralpen !

Unwetterwarnung Starkschneefall / Dauerschneefall Stufe “ ROT “ : Bis Montag sind Neuschneemengen von teils mehr als 70 cm zu erwarten ! In Staulagen auch um 80 cm Neuschnee ! Aufgrund des starken Windes ist vor allem in höheren Lagen mit Verwehungen zu rechnen ! In den Alpengebieten ist die Lawinengefahr deutlich erhöht !

Warnung Starkschneefall / Dauerschneefall Stufe “ ORANGE “ : Bis Montag kann es zu Schneefällen mit Mengen vin 20 bis 40 cm kommen ! Bei starkem Wind drohen Verwehungen !

Wetterhinweis : Heute kann es in einigene Gebieten starke Böen geben, lokal auch stürmische Böen, insbesondere in höheren Lagen und an der Küste ! Auf der See und in Lagen oberhalb 700 Meter sind Sturmböen möglich !

 

Die Wetterlage :

Deutschland liegt auch heute in einer nördlichen Strömung. Dabei wird zwischen einem ausgeprägten Hoch über Westeuropa und Tiefdruckgebieten im Osten von der Nordsee her feuchte milde Meeresluft nach Deutschland transportiert, die sich an den Alpen staut. Stauniederschläge sind die Folge die besonders in höheren Lagen überwiegend als Schnee fallen.

Das Hochdruckgebiet über Westeuropa wird in der Höhe von einem ausgeprägten Höhenrücken gestützt der den Jetstream an seiner Ostflanke südwärts führt. Über Osteuropa und Südosteuropa ist ein Trog und einzelne Höhentiefs aktiv. Im Tagesverlauf schwenkt eine Kaltfront über Nordostdeutschland durch in Richtung Tschechien. Dabei kommt es hinter der Front zu Auflockerungen und Kaltluftzufuhr. Im Warmluftstrom steigt dagegen die Schneefallgrenze auf 600 bis 1000, im Nordwesten auch 1200 Meter an. Dort wo die Kaltfront durchzieht sinkt diese auf 400 bis 200 Meter wieder ab. Im Alpenvorland steigt die Schneefallgrenze auf 400 Meter und im bayrischen Tiefland sowie Baden Württemberg auf 800 Meter, teils auch 1000 Meter. Zwischen den Druckgebieten hat sich insbesondere über den Alpen und dem süddeutschen Raum der Druckunterschied verschärft und löst starke bis stürmische Böen aus. In den Hochlagen Sturmböen und auf den Alpengipfeln schwere Sturmböen, teils orkanartige Böen. Hierbei kommt es durch lockeren Pulverschnee und dem Wind zu Schneeverwehungen.

Am Sonntag bleibt in der Höhe fast allees beim Alten. So zeigt sich über Westeuropa weiterhin der Höhenrücken und im Südosten der Höhentrog. Demensprechend ändert der Jetstream seine Position nur geringfügig wird aber schwächer als heute. Der Jetstreak verlagert sich von Ostdeutschland nach Polen. Das Bodenhoch verlagert sich mit seinem Kern etwas südwärts zur französischen Atlantikküste und breitet sich nordostwärts aus. Ein Tief verlagert sich Richtung Südosteuropa.

Dabei kommt es direkt über den Alpen zu einem verschärften Druckunterschied der sich bis zur französischen Mittelmeerküste durchsetzen kann. Dabei kann sich der Mistral entwickeln. Über Deutschland wird der Warmluftstrom von Westeuropa und von Osteuropa in die Zange genommen und beeinflusst vor allem den Norden und Westen des Landes. Im Osten und Nordosten macht sich dagegen Kaltluft bemerkbar mit einer deutlich niedrigen Schneefallgrenze. Die Stauniederschläge im Alpenvorland können allmählich nachlassen während sich der Schwerpunkt westwärts verlagert.

Im Verlauf der neuen Woche könnte dann von Island ein Sturmtief in Richtung Ostsee ziehen und über seine Westflanke einen Nordsturm auslösen. Hierbei ist vor allem an der Nordseeküste mit schweren Sturm zu rechnen ( Achtung ! Noch unsicher ! ). Dabei könnte je nach Zugbahn des Tiefs erneut Kaltluft einen Wintereinbruch in Deutschland auslösen. Dieses bleibt aber abzuwarten. Auch eine mildere Variante ist noch in den Berechnungen vorhanden.

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Über Udo Karow 1682 Artikel
Meine Spezialgebiete: Synoptik,Radarmeteorologie,Satellitenmeteorologie, Karten lesen und analysieren, Radiosondenaufstiege auswerten