Vor allem im äußersten Osten Gefahr kräftiger Gewitter!

Vorwarnung Starkregenschauer / Gewitter Stufe ” ROT ” : Es können heute kräftige Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel sowie Sturmböen auftreten! ( Unwettergefahr )

Vorwarnung Starkregenschauer / Gewitter Stufe ” ORANGE ” : Es können lokale kräftige Gewitter mit Starkregen auftreten!

Wetterhinweis : In den nicht markierten Regionen Richtung Niedersachsen und NRW sind einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen!

 

Wetterlage

Deutschland liegt heute im Einflussbereich von Hochdruckgebieten im Nordosten und über dem Alpenraum während dieser Hochdruckeinfluss von Nordwesten her abgebaut wird. Hier nähert sich eine Kaltfront in dessen Vorfeld sich eine Konvergenz entwickeln kann, an dem sich durch Hebung Quellwolken entwickeln können. Dabei steigt das Risiko von Schauern und eventuellen ersten Gewittern. In Richtung Polen zeigt sich eine feuchtwarme instabile Luftmasse, die auch in den Osten Deutschlands vordringen kann. Durch eine geringe Höhenströmung und einem hohen Gehalt an niederschlagbaren Wassers, kann es dementsprechend zu heftigem Starkregen kommen. Dabei steigt das Risiko weiter an, je näher man der polnischen Grenze kommt. Im Vorfeld der Gewitter wird es nochmals sehr sommerlich warm bis heiss bei bis zu 30 Grad während hinter der Kaltfront deutlich kühlere Meeresluft einfließt.

Wie erwähnt kommt es im Vorfeld der Kaltfront zur möglichen Bildung einer Konvergenz wodurch Hebung ausgelöst wird. Die Luftmasse zeigt sich in den Radiosondenaufstiegen schon potenziell instabil mit einem KO-Index zwischen +2 und -6 K wobei der KO-Index sich vor allem nach Osten weiter intensiviert auf Werte von -6 bis -10 K. Bei ausreichender Hebung wird diese Instabilität in Labilität umgewandelt. Die Modelle rechnen dabei Energiewerte von 300 bis punktuell 800 j/kg an Cape. Es werden seitens der Modelle ein Gehalt an niederschlagbarem Wassers von 25 bis 32 mm gerechnet. Durch eine Höhenströmung von 5 bis 10 Knoten ist eine eher geringe Verlagerungsgeschwindigkeit zu erwarten. Die Strömung nimmt erst im Bereich der Kaltfront deutlich zu. Durch die geringe Höhenströmung ist auch kaum eine vertikale Windscherung vorhanden, was ein Hinweis auf eine schnelle Verclusterung geben kann. Dadurch kann es dann zu ergiebigen Regenfällen kommen. Vor allem Einzelzellen und eventuelle Multizellen werden ein Thema heute werden. Superzellen sind heute eher unwahrscheinlich.

Über Udo Karow 1778 Artikel
Meine Spezialgebiete: Synoptik,Radarmeteorologie,Satellitenmeteorologie, Karten lesen und analysieren, Radiosondenaufstiege auswerten