Vorabinformation 06.-07.02.2021

Vorwarnung Starkschneefall / Dauerschneefall / Verwehungen Stufe ” ROT ” : Es können lokale starke Schneefälle auftreten. Dabei sind bis Montagmittag Mengen bis 40 cm möglich ! Durch starken Wind sind Verwehungen möglich ! Es kann zu einer Unwettersituation kommen !

Vorwarnung Starkschneefall / Dauerschneefall Stufe ” ORANGE ” : Es können kräftige Schneefälle auftreten mit Mengen von bis zu 25 cm !

Wetterhinweise : Im übergangsbereich von kalter zur milder Luft kann es zu Glatteisregen kommen ! Das Hochwasserrisiko im Süden und Südwesten bleibt weiterhin erhöht !

Warnlage :

Erneut bekommen wir es am Wochenende mit einer Luftmassengrenze zu tun. Diese könnte allerdings sehr markant auffallen. Sie trennt milde Luft im Süden von schon eisiger Luft im Norden und Nordosten. Dabei entwickeln sich starke Temperaturunterschiede.

Tiefdruckgebiete im Südwesten und über Österreich lenken sehr milde Luft nach Norden wo bei die Zufuhr der milden Luft durch die Tiefs im Südwesten am stärksten ist und diese Tiefs sich zu einem Sturmtief vereinigen können. Dabei sehen wir die Quelle der Warmluft im Norden von Afrika mit bis zu 26 Grad. Im gegenzug sorgen Hochdruckgebiete über Nordeuropa für die Zufuhr sehr kalter Luft. Dabei zeigt sich die Quelle über Skandinavien und Nordosteuropa mit zweistelligen Minusgraden am Tage. In den Bergen Südnorwegens werden sogar -30 Grad gerechnet.

Diese unterschiedlichen Luftmassen stoßen über Deutschland zusammen und die milde Luft gleitet auf die kalte Luft auf. Dieses sorgt zum einen für starke Bewölkung und vor allem durch die feuchte Warmluft zu kräftigen Niederschlägen. Diese fallen auf der kalten Seite als Schnee, im Übergangsbereich als Schneeregen oder Glatteisregen und auf der milden Seite als Regen. Dieses wirkt sich negativ auf die angespannte Hochwassersituation aus.

Durch die Tiefdruckgebiete im Südwesten und den Hochs im Norden entwickelt sich ein größerer Druckunterschied, was sich beim Wind zeigt. Auf der Nordsee rechnen die Modelle Orkanböen während über dem norddeutschen Tiefland steife bis stürmische Böen eventuell auch Sturmböen gerechnet werden. Auch auf dem Brocken können Orkanböen möglich sein.

Zusammen mit dem kräftigen Schneefall können sich dementsprechende Schneeverwehungen entwickeln und eine Unwettersituation auslösen mit möglichen unpassierbaren Straßen, Bahnstrecken etc. Allerdings gibt es im details noch Unsicherheiten da die Modelle noch die Intensität und die genaue Lage der Luftmassengrenze unterschiedlich rechnen. Die meissten Modelle rechnen jedoch die höchsten Schneemengen im dem rot schraffierten Bereich.

Das aktuelle HD-Modell zeigt die möglichen Schneemengen bis Montagmittag und wir sehen die möglichen 40 cm vor allem westlich von Hannover.

Über Udo Karow 1788 Artikel
Meine Spezialgebiete: Synoptik,Radarmeteorologie,Satellitenmeteorologie, Karten lesen und analysieren, Radiosondenaufstiege auswerten