Vorabinformation drohende Unwetterlage durch Sturm Sabine

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Ab Sonntag 09-02-2020 ist für Deutschland eine Unwetterlage durch eine schwere Sturmlage zu erwarten! Die Wettermodelle rechnen verbreitet mit Sturmböen bis hin zu orkanartigen Böen mit Geschwindigkeit von 80 bis 110 km/h ! In Hochlagen sowie im Bereich der Kaltfront, vor allem bei möglichen Schauern und Gewittern sind durchaus Orkanböen um 120 km/h möglich. Dieses ist keine Warnung, sondern nur der erste Hinweis das sich eine Unwettersituation bilden kann !

 

Wetterlage

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Deutschland befindet sich aktuell unter Hochdruckeinfluss wobei sich aus Westen erste schwächere Tiefausläufer nähern. Bis auf den Westen und Nordwesten bleibt es vielfach sonnig. Sonst können jedoch erste Wolken aufziehen. Unser Blick aber wandert auf den Atlantik denn bei Neufundland entwickelt sich das Tief Sabine. Dieses Tief verlagert sich zwischen dem zentralen Islandtief und dem Azorenhoch ostwärts und befindet sich am Montag bereits über Nordnorwegen. Dabei zeigt sich südlich des Tiefs und teilweise auch im Bereich der Zugbahn der Jetstream wobei sich Sabine unter positiver Vorticityadvektion befindet mit Hebungsimpulsen und Druckabfall. Dieses ist für Tief Sabine günstig, da es hier zu einer Intensivierung kommen kann.

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Bereits Sonntagmittag wird sich Sabine schon im Bereich Schottland befinden und sich dann weiter in Richtung Norwegen verlagern. Das Gebiet des größten Druckunterschiedes zwischen Nord und Süd verlagert sich dabei über Deutschland und somit auch das Sturmfeld. Dabei kommt es im Bereich der warmfront zu ersten kräftigen Regenfällen und Sturmböen an der See und in den Hochlagen. Darauf folgt ein kleiner Warmsektor, der stabil geschichtet ist. Die stärksten Böen bleiben dabei auf die Hochlagen beschränkt. Jedoch eilt die Kaltfront der Warmfront hinterher, so das die Warmfront eingeholt wird und es zur Bildung einer Okklusion kommt. Dabei bleibt südlich der Okklusion ( Mischfront ) die Kaltfront erhalten und wird uns in der Nacht zu Montag die schwere Sturmlage bringen mit möglichen Orkanböen. Durch eine zunehmende Destabilisierung können sich dabei kräftige Schauer und Gewitter entwickeln, die mittels vertikalen Impulstransport starke Höhenwinde herabmischen können. Durch den Druckunterschied sind verbreitet Sturmböen bis schwere Sturmböen teils auch orkanartige Böen zu erwarten.

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Am Montag befindet sich Sabine bereits über dem nördlichen Norwegen und in der einfließenden kaltluft können sich durch vorhandene Instabilität weitere Schauer teils auch Graupelgewitter mit Sturmböen entwickeln. Somit bleibt die Sturmsitiation weiterhin vorhanden. Durch den Jetstream, über der Frontalzone über dem Atlantik können weitere Wellströrungen oder Randtiefs in Richtung Deutschland ziehen wobei die Sturmgefahr weiter erhöht bleibt.

 

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Über Udo Karow 1735 Artikel
Meine Spezialgebiete: Synoptik,Radarmeteorologie,Satellitenmeteorologie, Karten lesen und analysieren, Radiosondenaufstiege auswerten