Vorabinformation vor möglicher Unwetterlage über Süddeutschland !

Aktualisiert am : von Angelo D Alterio

Vorabinformation vor einer möglichen Unwetterlage über der Südhälfte Deutschlands : Es können vor allem über Bayern extreme Unwetter auftreten. Die Modelle zeigen Hinweise für mögliche Superzellen und auch Bowechos. Dabei können hohe Windgeschwindigkeiten erreicht werden. Einige Modelle haben sogar orkanböen im Programm was aber abzuwarten bleibt. Es ist mit Hagel bis Grosshagel zu rechnen. Zusätzlich heftiger Starkregen und auch die Tornadogefahr ist erhöht.

Dieses ist eine Vorabinformation und keine Vorwarnung oder Warnung ! Diese Information dient jedeglich dazu, das die Menschen sich vorbereiten können ! Es ist mit Blitzschlag, Hagelschlag, Überflutungen und umstürzenden Bäumen zu rechnen !

Ausgegeben von Udo Karow, 10.06.2018 um 22:00 Uhr

 

Die Wetterlage

Die Wetterlage zeigt Deutschland am Montagmittag auf der Rückseite eines Höhenrückens mit Achse über Österreich bis Malta sowie einem Höhentief über der Biskaya. Dazwischen findet sich ein Hebungsfeld was ein Bodentief generiert das eine Warmfront bildet die auf eine Kaltfront im Osten aufschließt.

Südlich dieser Warmfront entwickeln sich in labiler Warmluft zahlreiche Schauer und Gewitter die sich im tagesverlauf im Süden verstärken und Unwetterpotential erreichen. dabei zeigen die Modellsimulationen zunächst ein massiven Gewitterkomplex der dann in eine Gewitterlinie übergeht und womöglich sogar Bowechos ( Bogenechos ) entwickeln kann.

Zudem ist der Superzellenindex deutlich erhöht und die Modelle zeigen teilweise massive vertikale Scherung in der unteren Schicht an was auf eine mögliche Tornadogefahr hindeuten könnte. Durch hohe Theta E Werte und einen möglichen hohen Energiegehalt der Luftmasse kann dementsprechende hochreichende Konvektion ( Schauer / Gewitter ) entstehen.

Dabei werden teilweise Wolkentopstemperaturen von bis zu -70 Grad simuliert. Zudem zeigen die Modelle erneut einen hohen Gehalt an niederschlagbaren wassers von mehr als 30 mm.  Nach derzeitigem Stand kann sich voraussichtlich in der mittleren Schicht bei etwa 3000 Metern ein Starkwindfeld entwickeln das die Gewitterlinie vorrausschiebt und dabei sogenannte Bowechos auslösen könnte.

Durch die Tiefdrucktätigkeit über Frankreich wird die labile Luftmasse wieder nordwärts gedrängt. Wie weit nach Norden ist noch nicht klar. Im Norden und Osten macht sich deutlich stavilere Luft breit die voraussichtlich bis zum südlichen NRW reicht und Hessen in zwei Teile teilt. Dann könnte die Grenze genau über Thüringen verlaufen bis zum westlichen Erzgebirge.

Risikoeinschätzung

Nach derzeitigem Stand der Modelle könnte sich aller vorrausicht nach über der Südhälfte Deutschlands eine Unwetterlage ausbilden mit teils schweren Gewittern mit Unwetterpotential. Dabei könnte sich über Bayern eine extreme Unwetterlage ausbilden mit einer Gewitterlinie in der es durchaus auch zu orkanartigen Böen kommen kann. Zudem ist im Bereich dieser Linie das Superzellenpotential und das Tornadorisiko erhöht und es kann zu Grosshagel und heftigem Starkregen kommen. Je weiter man nach Norden kommt desto mehr nimmt das Risiko ab.

Modellvergleich

Besonders bei der Intensität und dem Zeitpunkt zeigen sich noch deutliche Unterschiede. Zudem wird der Schwerpunkt bzw seine Ausdehnung unterschiedlich gerechnet. Die Modelle sind sich aber alle einig das es im Süden zu einer signifikanten Schwergewitterlage kommt.

 

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Meine Spezialgebiete: Synoptik,Radarmeteorologie,Satellitenmeteorologie, Karten lesen und analysieren, Radiosondenaufstiege auswerten