Wald- und Flächenbrandgefahr in Deutschland: Tipps und Hinweise zu den Ostertagen

Mit der aktuellen Trockenheit steigt in den kommenden tagen wieder die Waldbrand- und Flächenbrandgefahr erheblich an, in teilen Deutschlands sind schon erste Osterfeuer-Veranstaltungen abgesagt worden – Eine Wetterbesserung bzw. eine Gefahrenabnahme ist derzeit nicht zu erkennen, von Niederschlag fehlt weiterhin jegliche Spur.

Die Gefahr von Wald- und Flächenbränden ist in diesem Tagen hoch, verbreitet sogar auf der zweithöchsten Gefahrenstufe. Für Karfreitag wird in einigen Regionen sogar die Waldbrandgefahrenstufe 5 vorhergesagt. Der Graslandfeuerindex hat derweil in fast ganz Deutschland Stufe 4 von 5 erreicht.

In Brandenburg und Sachsen zogen schon erste Kommunen die Genehmigung für die Osterfeuer zurück. Alleine in Wittstock sind laut Medienberichten zufolge 21 Veranstaltungen betroffen. Die Waldbrandzentrale in Lüneburg, die die Wälder in Nordost-Niedersachsen mit einem Kamerasystem überwacht, ist seit einigen Tagen in erhöhter Alarmbereitschaft, dass berichtet der NDR.

Waldbrandgefahrenindex des deutschen Wetterdienst (c) DWD

Grundsätzliche Tipps zur Verhütung von Wald- und Flächenbränden

  • Keine Zigarettenkippen achtlos aus Fahrzeugen oder Zügen wegwerfen.
  • Grasflächen und Feldwege mit Fahrzeugen nicht befahren oder auf ihnen parken.
  • Der Katalysator oder heiße Auspuff kann das trockene Gras entzünden.
  • Kein Grillen und offenes Feuer im oder am Wald und in Parkanlagen nur auf hierfür vorgesehenen Grillplätzen und -Flächen.
  • Grillkohle nach Gebrauch sorgfältig ablöschen. Auf keinem Fall unbeaufsichtigt zurück lassen.
  • Keine Glasflaschen achtlos wegwerfen.
  • Glasscherben können wie Brenngläser wirken und Brände entfachen
  • Halten Sie Zufahrten zu Wäldern und Mooren und Feldwege frei, so dass auch große Löschfahrzeuge die Einsatzorte schnell erreichen können

Grundsätzliche Tipps und Sicherheitstipps für Osterfeuer:

  • Osterfeuer bei den zuständigen Behörden anmelden.
  • Nur trockene Pflanzenreste verbrennen, keine Abfälle (nicht nur als Umweltschutzgründen, Abfälle können auch Risiken darstellen – etwa Spraydosen).
  • Osterfeuer kurz vor dem Entzünden umschichten, damit Tiere aus ihrem Versteck fliehen können.
  • Sicherheitsabstände von mindestens 50 Metern zu Gebäuden und 100 Metern zu Straßen einhalten, dabei auch die Windrichtung beachten.
  • Beim Anzünden keine Brandbeschleuniger verwenden!
  • Feuerstellen durchgehend beaufsichtigen, besonders wenn Kinder anwesend sind.
  • Sträucher Haufen nicht zu groß aufschichten; vermeiden Sie Funkenflug.
  • Keine Strohballen als Sitzgelegenheit verwenden, sie können sich alleine durch Hitzestrahlung entzünden.
  • Um unnötige Rauchentwicklung zu vermeiden, nur trockene Sträucher verwenden.
  • Zufahrten für Feuerwehr und Rettungsdienst freihalten.
  • Verlassen Sie als Veranstalter bzw. Zuständiger die Feuerstelle nur, wenn sie komplett erkaltet ist.

Was ist im Notfall zu tun?
Kleinere Verbrennungen sofort mit Wasser kühlen: Maximal 10 Minuten lang (Leitungswassertemperatur 10 bis 20 Grad Celsius). Bei großflächigen Verbrennungen und auf der Haut haftenden Substanzen sollte nur primär abgelöscht werden. Längere Kühlung führt zur Komplikationen. Alarmiert sofort den Rettungsdienst über die Notrufnummer 112. Sollte das Feuer außer Kontrolle geraten und keine Brandsicherheitswache vor Ort sein, dann nicht zögern und sofort die Feuerwehr über Notruf 112 alarmieren.

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Redakteur bei unwetteralarm.com