Warnlage Sonntag 22.04.2018 Update

Vorwarnung Starkregenschauer / Gewitter Stufe „ROT“: Es können einzelne Schwergewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen auftreten – kräftigere Entwicklungen nicht ausgeschlossen, Tornadogefahr leicht erhöht!

Vorwarnung vor Starkregenschauer / Gewitter der Stufe „ORANGE“: Es können einzelne Gewitter mit Starkregen, kleinem Hagel und stürmischen Böen auftreten!

Ausgegeben von Udo Karow, Vorhersagebüro Thüringen

 

Das aktuelle Satellitenbild

Deutschland befindet sich aktuell noch unter Hochdruckeinfluss und über der Osthälfte findet sich die Achse eines Höhenrückens. Von Island bis zum südöstlichen Ostatlantik finden sich umfangreiche Tiefdruckgebiete.

Ein Frontensystem erstreckt sich von Island bis an die Nordwestküste von Afrika. Vom Islandtief aus erstreckt sich eine Trogachse in südöstlicher Richtung über die britischen Inseln. Zwischen dem Hoch und den Tiefs wird nochmals Warmluft nordwärts transportiert, die potentiell instabil und vor allem feucht ist.

Blick auf die verschiedenen Berechnungen

Das COSMO-DE Modell zeigt den Fokus der kräftigsten Entwicklungen von Nordrhein-Westfalen bis Niedersachsen mit einer abschließenden Abschwächungstendenz. Dort wo die Gewitter auftreten, kann es zu unwetterartigen Entwicklungen kommen.

Übrigens werden auch über den Alpen einzelne Gewitter berechnet.

Das Modell ICON-EU hat nur wenige Gewitter und ohne kräftige Entwicklungen anzubieten und dieses ebenfalls über NRW.

Wir sehen hier die simulierte Radarreflektivität vom AROME Modell, die zeigt wie stark eine Entwicklung ist und wie stark der mögliche Niederschlag sein kann. Auch hier steht besonders NRW, Hessen und Niedersachsen im Fokus.

 

Fazit:

Die unterschiedlichen Berechnungen der verschiedenen Wettermodelle zeigt, dass es noch deutliche Unsicherheiten gibt. Jedoch sollte man klar sagen: Wie immer wird es nicht jeden treffen und man kann nicht punktuell voraussagen, ob es an einem Ort Gewitter gibt oder nicht.

Im Fokus zeigen sich bei den Details hohe Risiken für heftigen Starkregen, Hagel und Sturmböen. Zudem zeigt sich eine vorhandene Scherung, so dass organisierte Strukturen (Superzellen) nicht auszuschließen sind. Auch in der unteren Schicht der Atmosphäre zeigt sich bodennahe Scherung was die Tornadogefahr erhöht.

Der KO-Index wird von verschiedenen Modellen mit -6 bis -12 Kelvin gerechnet was eine deutliche potentielle Instabilität zeigt. Das bedeutet, dass ein Auslöser genügt um aus dieser Instabilität Labilität zu erzeugen, was für die Gewitterbildung erforderlich ist.

Beachten Sie daher immer die Warnungen und Informationen der Kollegen von Unwetteralarm.

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Über Udo Karow 1580 Artikel
Meine Spezialgebiete: Synoptik,Radarmeteorologie,Satellitenmeteorologie, Karten lesen und analysieren, Radiosondenaufstiege auswerten