Warnlagebericht 30.12.15 (9:00 Uhr)

sat_2015_12_30_08_15_2_131Deutschland liegt zwischen einem kräftigen Tief über Island, einem Hoch über der Ostsee und dem Baltikum sowie ruhigem Hochdruckeinfluss über Südeuropa. Zunächst versucht das Baltikum-Hoch, winterliche Luft nach Ostdeutschland zu führen, während vom Nordatlantik mit dem Island-Tief noch milde Luft kommt. Übrigens wird dadurch milde Luft bis hoch zum Nordpol geführt; wo normalerweise locker unter -25 Grad sind, werden nun Werte um 0 Grad erwartet. Das wird sich zum Jahreswechsel ändern, dann kommt rückseitig dieses Tiefs kalte Luft von Grönland zu uns. An Neujahr sollten sich die Luftmassen des Baltikum-Hochs und des Island-Tiefs verbunden haben. Darüber hinaus ist die Entwicklung knifflig, denn Tiefs vom Atlantik versuchen, die Kälte aus Russland zu blockieren.Am Tage hält sich in einigen Regionen Süd- und Südwestdeutschlands wieder beständig Nebel oder Hochnebel. An den Nordseiten der Mittelgebirge und im Alpenraum sowie örtlich im Osten scheint länger die Sonne.In Odernähe muss mancherorts mit Höchsttemperaturen um 0 Grad gerechnet werden. Ansonsten gibt es Werte zwischen 3 und 9 Grad mit den höheren Werten im Westen. Im Rheinland ist es mit 11 Grad örtlich noch etwas milder.In der Nacht sind vor allem in der Westhälfte noch ein paar Hochnebelschwaden unterwegs, auch im Spessart am Main oder an der schwäbischen Donau kann es neblig sein. Zudem ziehen im äußeren Westen neue Wolken auf; gegen Morgen regnet es im Emsland, im Rheinland und im Ruhrgebiet. In der Osthälfte bleibt es die ganze Nacht trocken und oft sternenklar und nur leicht bewölkt.

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Seit 2013 bin ich verantwortlicher Gesellschafter bei der Unwetteralarm Schweiz GmbH. Meine Leidenschaft ist die Meteorologie. Meine Spezialgebiete sind neben Unwetterwarnungen, auch Marketing und Produktmanagement . Geboren in den 1970er Jahren im hessischen Bad Vilbel