Warnlagebericht Dienstag 29.12.15 (19:00 Uhr)

sat_2015_12_29_17_35_2_131Deutschland liegt zwischen einem kräftigen Tief über Island, einem Hoch über der Ostsee und dem Baltikum sowie ruhigem Hochdruckeinfluss über Südeuropa. Zunächst versucht das Baltikum-Hoch, winterliche Luft nach Ostdeutschland zu führen, während vom Nordatlantik mit dem Island-Tief noch milde Luft kommt. Übrigens wird dadurch milde Luft bis hoch zum Nordpol geführt; wo normalerweise locker unter -20 Grad sind, werden nun Werte um 0 Grad erwartet. Das wird sich zum Jahreswechsel ändern, dann kommt rückseitig dieses Tiefs kalte Luft von Grönland zu uns, die sich jedoch über dem Nordatlantik etwas erwärmt, weshalb es für einen Wintereinbruch in den meisten Teilen Deutschlands nicht reichen wird. An Neujahr sollten sich die Luftmassen des Baltikum-Hochs und des Island-Tiefs verbunden haben. Winterliche Straßenverhältnisse gibt es dann aber wohl nur im äußeren Osten und in Bayern.In der Nacht zum Mittwoch treten an der Ostsee und später auch in den Kammlagen des Erzgebirges starke Windböen um 55 km/h aus Südost auf. Vor allem südlich der Mittelgebirge breitet sich auch wieder gebietsweise dichter Nebel mit Sichtweiten unter 150 m aus. Im Osten und Süden gibt es vielerorts leichten, südlich der Donau teils auch mäßigen Frost, wobei in ungünstigen Lagen Reifglätte nicht ausgeschlossen ist. Am Mittwoch bleibt es vor allem in weiten Teilen Bayerns lange trüb durch Hochnebel, der bis nach Baden-Württemberg rein zieht. Auch im Rheinland sowie von der Mitte Richtung Norden sind viele Wolken unterwegs mit seltenen Sonnenstrahlen. Recht freundlich mit viel Sonnenschein wird es hingegen im Osten und im äußersten Westen, sowie in den südlichen Mittelgebirgen oberhalb 500 bis 700 m. Die Höchstwerte erreichen bis 10 Grad in der Ortenau und am Niederrhein, immerhin 9 Grad im Emsland, sonst oft 6 bis 8 Grad, am wärmsten im Bayerischen Wald und im Emsland; im Osten und unterm bayrischen Hochnebel oft nur 1 bis 4 Grad, örtlich in Bayern sogar nur maximal 0 Grad.Silvester wird spannend! Von Osteuropa klopft weiter die Kälte an, aus Westen zieht ein Tiefausläufer auf, die milde Luftmasse dazwischen wird über Deutschland in die Mangel genommen und vorläufig beseitigt. Bis zum Mittag hat sich Regen zwischen Dänemark und Schweiz über der Westhälfte ausgebreitet. Abends und in der Nacht zieht der Tiefausläufer weiter gen Osten; an der polnischen Grenze könnte es um Mitternacht schneien. Auch sonst mischen sich mehr und mehr Schneeflocken unter.

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Seit 2013 bin ich verantwortlicher Gesellschafter bei unwetteralarm.com Wetter und Unwetter ist eine Leidenschaft von mir. Geboren 1970 im hessischen Bad Vilbel.