Warnlagebericht Mittwoch 06-01-16 (19:00 Uhr)

sat_2016_01_06_17_10_2_131Derzeit befindet sich eine Luftmassengrenze genau über Deutschland. Tiefausläufer versuchen die Kälte aus dem Nordosten zu verdrängen, was aber bisher kläglich scheiterte. Es schiebt sich lediglich in der Höhe deutlich feuchtere und etwas mildere Luft über die trockene Kaltluft. Die Folge sind Schnee und Glatteisregen.Am Donnerstag überquert uns eine deftige Warmfront von Südwest her. Dabei regnet es verbreitet auch teils kräftig. In Mittel-, Ost- und Norddeutschland bleibt es bis zum späten Nachmittag trocken. In der Nacht zum Freitag versucht die Warmfront dann auch im Nordosten „aufzuräumen“ und die Kälte zu verdrängen, was nur mäßig gelingt, da die kalten und schneebedeckten Böden eher für eine Erhaltung der bodennahen Kaltluft plädieren. Außerdem folgt wohl unmittelbar eine Kaltfront, die starkes Tauwetter etwas bremst. Der Dauerfrost verabschiedet sich am Freitag aber vollends auch im Nordosten.Vom Münsterland bis nach Westsachsen fällt am Abend gebietsweise leichter Niederschlag, teilweise Schnee, zum Teil aber auch gefrierender Regen mit Glatteisbildung. Stellenweise kann es dabei unwetterartige Entwicklungen geben. Nordöstlich davon gibt es bei Dauerfrost leichten Schneefall, von Schleswig-Holstein bis nach Vorpommern ist es trocken und teils gering bewölkt. In den anderen Gebieten regnet es gebietsweise, oberhalb 700 bis 1000m schneit es. An der Nordsee und an der schleswig-holsteinischen Ostsee starke Böen aus Ost. In der Nacht zum Donnerstag ist es häufig stark bewölkt, im Süden aufgelockert und an der Ostsee teils sternenklar. Aus den Wolken fällt gebietsweise ein wenig Regen (im Schwarzwald ab 700 m Schnee), zwischen Ostwestfalen und Thüringen teilweise gefriert (!), an der Nordsee sowie zwischen Holland und Ostdeutschland einzelne Schneeflocken; ergiebige Mengen kommen aber nicht zustande. In Vorpommern und der Uckermark wird es nochmal knackig mit bis zu -13 Grad, an Ober- und Niederrhein um 4 Grad.Am Donnerstag zieht bis zum Nachmittag ein breites Regengebiet mit teils anhaltendem oder verstärktem Regen von West nach Ost und wird zum nach Sonnenuntergang ungefähr eine Linie Elbmündung – Harz – Thüringen – Oberpfalz erreicht haben. Zuvor ist es noch teils aufgelockert, gebietsweise wie in Sachsen sogar recht freundlich. Während oder nach dem Regen frischt der Wind spürbar auf, weht dann mit starken bis stürmischen Böen spürbar mildere Luft heran. Auf seinem Weg nach Osten geht der Regen in Niedersachsen, Thüringen und den östlichen bzw. höheren Lagen Bayerns in Schnee über oder fällt kurzzeitig als Regen auf gefrorene Böden, was Glatteisgefahr bedeutet! Der Schneefall geht aber bis Mitternacht auch oftmals in Regen über. Erst in der zweiten Nachthälfte wird der Niederschlag dann Vorpommern erreicht haben und fällt dort bis zum nächsten Morgen als Schnee.

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Seit 2013 bin ich verantwortlicher Gesellschafter bei unwetteralarm.com Wetter und Unwetter ist eine Leidenschaft von mir. Geboren 1970 im hessischen Bad Vilbel.