Weiterhin Gefahr lokaler Schwergewitter mit Unwettergefahr !

Vorwarnung Starkregenschauer / Gewitter Stufe ” ROT ” : Es können weiterhin punktuell schwere Gewitter mit Unwetter-potenzial durch heftigen Starkregen, schweren Sturmböen und Hagel auftreten ! Die Stufe ” VIOLETT ” ist nicht ausgeschlossen!

Vorwarnung Starkregenschauer / Gewitter Stufe ” ORANGE ” : Es können lokale kräftige Hitzegewitter mit Starkregen, kleinkörnigem Hagel und steifen bis stürmischen Böen auftreten! Die Stufe ” ROT ” ist nicht ausgeschlossen!

Hinweis : Vor allem nach Westen ist immer noch eine extreme Hitzebelastung zu erwarten während es in vielen anderen Gebieten zu einer starken Hitzebelastung kommt! Dort wo es nicht geregnet hat, ist die Waldbrandgefahr weiterhin sehr hoch!

 

Wetterlage

Deutschland liegt weiterhin auf der Vorderseite eines Tiefdrucksystems, das sich von den Benelux bis Nordfrankreich erstreckt und nach Norden hin bis Island. Dabei wird weiterhin feuchte und sehr warme Luft in den Süden, Südwesten und Westen geführt. Durch unterschiedliche Strömungen, die aufeinander zuströmen, kommt es, erneut zur Entwicklung einer Konvergenz. Über Skandinavien liegt der Gegenspieler. Hier findet sich ein Hochdruckgebiet das kühlere und stabilere Luft in den Nordosten und Norden Deutschlands führt allerdings reicht besonders im Norden der Arm der heißen Luft aus, um auch dort Hitze zu bringen. Nur an der Ostseeküste ist es deutlich kühler.

Am Donnerstag verbleibt Deutschland in der schwülheißen Luftmasse und die Konvergenz kommt wieder etwas nach Norden voran. Auch der bodennahe Tiefdruckeinfluss nimmt im Bereich der Konvergenz zu. Somit geht auch die Gewitterneigung weiter. Dieses wieder erneut im Westen, Süden und Teile der Mitte werden im Fokus liegen. An den Temperaturen ändert sich nur wenig und die Schauer und Gewitter bringen nur kurz Abkühlung aber es wird dann noch schwüler in der jetzt schon dampfigen Luft.

Die Wettermodelle rechnen zudem eine hochenergetische Luftmasse mit Capewerten von 1000 bis 2000 j/kg und eine potenzielle Instabilität von -3 bis -15 K. Zudem ist wie erwähnt die Feuchte recht hoch mit Taupunkten von über 20 Grad im Westen. In der Mitte und im Süden meist 16 bis 20 Grad Taupunkte. Der Gehalt an niederschlagbaren Wassers ist ebenfalls weiterhin sehr hoch mit 30 bis 40 mm teils sogar darüber. Eine weiterhin geringe Strömung sorgt für eine niedrige Verlagerungsgeschwindigkeit und somit erneut wieder für punktuell hohe Regenmengen.

Erneut rechnen einige Modelle die Hauptkonzentration der Schwergewitter im Westen und Südwesten aber auch die anderen Gebiete sind nicht ungefährdet, vor allem die Mittelgebirgsregionen.

Über Udo Karow 1778 Artikel
Meine Spezialgebiete: Synoptik,Radarmeteorologie,Satellitenmeteorologie, Karten lesen und analysieren, Radiosondenaufstiege auswerten